Ausverkauf bei Nortel 26.11.2009, 10:02 Uhr

Ericsson schlägt wieder zu

Nach der Übernahme der LTE- und CDMA-Sparten verleibt sich der schwedische Netzwerkausrüster Ericsson nun auch das US-amerikanische und kanadische GSM-Geschäft von Nortel ein.
Der insolvente Netzwerkausrüster Nortel wird weiter filetiert. Nun hat einmal mehr der schwedische Konkurrent Ericsson zugeschlagen: Nachdem sich der Konzern bereits im Juli die Technologie-Sparten LTE und CDMA einverleibt hatte, folgt nun auch der GSM-Bereich.
Wie jetzt bekannt wurde, haben sich Ericsson und die österreichische Kapsch CarrierCom AG bei der entsprechenden Auktion durchgesetzt. So bezahlen die Schweden 70 Millionen Dollar für das Mobilfunk-Geschäft in den USA und Kanada, die Österreicher hingegen bekommen zum Preis von 33 Millionen Dollar das Geschäft in Europa und Taiwan. Der Deal steht - wie üblich - noch unter dem Vorbehalt, dass die zuständigen Gerichte und Aufsichtsbehörden in den USA und Kanada ihre Zustimmung erteilen.
Durch die Übernahme stärkt Ericsson seine Position in den USA und hält den Konkurrenten Nokia Siemens Networks (NSN) weiter auf Distanz. Dieser scheiterte - selbst wirtschaftlich angeschlagen - gleich zwei Mal bei dem Versuch, Sparten von Nortel zu übernehmen.



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