WLAN gibt Vollgas

Bessere Abdeckung, mehr Geschwindigkeit

Möglich wird die höhere Geschwindigkeit unter anderem durch die Nutzung mehrerer Antennen zum Senden und Empfangen sowie eine größere Kanalbreite. So verwendet der neue ac-Standard das bisher noch wenig be­anspruchte 5-GHz-Frequenzband, während sich im herkömmlichen 2,4-GHz-Band viele andere Geräte tummeln. Eine weitere wichtige Rolle spielt die „Beamforming“-Technik. Geräte mit Beamforming streuen die Funksignale nicht wahllos in den Raum, sondern richten sie ganz gezielt an die verschiedenen Endgeräte – ähnlich wie ein Laserpointer im Vergleich zu einer Glühbirne.
Diese Technik verbessert nicht nur die Übertragungsgeschwindigkeit, sondern auch die Abdeckung des Funksignals. „Tote Ecken“, die sonst kein Signal erreicht, soll es nicht mehr geben. Bereits heute haben diverse Hersteller Beamforming umgesetzt, doch nun findet die Technik auch Eingang in den offiziellen Übertragungsstandard und wird somit herstellerübergreifend besser nutzbar.
Für die Zukunft verspricht 802.11ac darüber hinaus eine Verlängerung der Akkulaufzeiten von tragbaren Geräten wie Smartphones, Tablets und Notebooks. Bis jedoch erste mobile Endgeräte auf den Markt kommen, welche die neuen ac-Chipsätze integriert haben, könnten noch einige Monate ins Land ziehen. Erste Router, WLAN-USB-Adapter sowie Media-Bridges hingegen haben bereits diverse Netzwerkhersteller angekündigt.
Als – nach eigener Aussage – weltweit erster Hersteller hat Buffalo bereits ac-Produkte auf den Markt gebracht. Der Router WZR-1750H ist ab sofort im Handel erhältlich, ebenso wie die Media-Bridge WLI-H4-D1300. Noch im Juli bringt Netgear sein neues Router-Flaggschiff R6300 an den Start. Wettbewerber D-Link hingegen hat seinen Router DIR-865L für August 2012 angekündigt.



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