Smartphone-Test 13.02.2015, 08:26 Uhr

Das Samsung Galaxy A5 im Praxis-Test

Das Samsung Galaxy A5 ist der Star der neuen Baureihe der Koreaner für den Massenmarkt. Im Test zeigt es gute Leistungen im täglichen Einsatz aber auch kleine Schwächen.
Dieser Streich muss sitzen: Die Galaxy-A-Serie soll für Sam­sung­ Marktanteile in der Mittelklasse zurückgewinnen, die der Marktführer zuletzt vor allem an die neuen Hersteller aus China verloren hatte.
Das hier getestete A5 für 399 Euro ist der große Bruder des A3, das es mit einem 4,5-Zoll-Display schon für 299 Euro gibt. Später könnte in der A-Familie auch noch das etwas höher positionierte A7 mit 5,5-Zoll-Anzeige kommen.

Edle Hülle

Gelernt haben die Koreaner offenbar aus der Kritik an den Materialien ihrer Handys: Am Galaxy A5 wirkt nichts mehr billig, da die Rückseite aus beschichtetem Aluminium besteht und am Gehäuse auch sonst kein Kunststoff mehr zum Einsatz kommt.
Mit nur 123 Gramm ist es zudem eines der leichteren Smartphones und nur acht Millimeter dick. Die hohe Stabilität der Hülle wird allerdings mit einem fest eingebauten Akku erkauft. Zumindest gibt es anders als beim iPhone einen MicroSD-Slot, der Speicherkarten mit bis zu 128 GB schluckt. Diese ergänzen den klassenüblichen internen Speicher mit 16 GB, von denen im Auslieferungszustand nur noch etwas mehr als 11 GB vom Anwender frei belegbar sind.
Optisch erinnert das Samsung vor allem in seiner weißen Gehäusevariante an den Dauerrivalen, Apples iPhone 4s, was auch an der einen ovalen Bedientaste unter dem Display und dem polierten Metallrahmen liegt. Zum Lieferumfang gehört ein In-Ear-Headset, das für eine solche Gratis-Beigabe erstaunlich gut klingt.
Beim Display hat Samsung gegenüber seinen Topmodellen etwas gespart: Die Amoled-Anzeige hat eine üppige Diagonale von fünf Zoll – das entspricht 12,6 Zentimetern – und die normale HD-Auflösung von 1.280 x 720 Pixeln.
In der Praxis sieht das Display mit kräftigen Farben und einer klaren Schwarzdarstellung sehr gut, aber nicht ganz so brillant aus wie beim Galaxy S5, was an einer minimalen Unschärfe der Schriftdarstellung liegt.
Auch der Quadcore-Prozessor von Qualcomm, der mit 1,2 GHz getaktet ist, erreicht nicht ganz Topniveau; in Kombination mit 2 GB Arbeitsspeicher genügt das im Alltag aber, um das Smartphone in den meisten Anwendungen ohne große Verzögerungen zu Werke gehen zu lassen.

TouchWiz und Android

Rasant ist der Datentransfer, der auch mit LTE-Tempo in der Cat 4 mit bis zu 150 MBit/s möglich ist. Auf den schnellen ac-Standard im WLAN muss der Käufer allerdings noch verzichten.
Die 13-Megapixel-Hauptkamera schießt unter normalen Lichtverhältnissen gute Bilder; bei einer Verschlechterung der äußeren ­Bedingungen werden diese allerdings schnell unscharf. Auch der LED-Blitz hilft da kaum.
Da die Linse auf der Rückseite des Gehäuses rund einen Millimeter hervorragt, könnte sie anfällig für Kratzer sein. Wie von Samsung gewohnt, gibt es diverse Bildmodi und zahlreiche Detaileinstellungen über die Bildmenüs.
Auch die geringe Auslöseverzögerung und der schnelle Autofokus fallen positiv auf.  Die Frontkamera hat 5 Megapixel Auflösung und reicht für schnelle Selfies qualitativ aus, da auch der Aufnahmewinkel schön breit ist. Videoaufnahmen mit der Hauptkamera haben HD-Auflösung und sehen entsprechend gut aus, allerdings ist der Ton sehr dumpf. 
Auf Android in der aktuellen Version 4.4 hat Samsung seine selbst entwickelte Benutzeroberfläche TouchWiz in der Ver­sion 3 aufgesetzt. Diese umfasst verschiedene Themen und ein Menü für Schnell­einstellungen, das in seiner Üppigkeit fast schon wieder überladen wirkt.
In der manchmal etwas langsamen Nachrichten-App, die einen eigenen Screen einnimmt, kann der Anwender seinen persönlichen Newsfeed zusammenstellen.
Der Akku ist mit 2.300 mAh ordentlich dimensioniert, seine Leistungen sind guter Durchschnitt. Im normalen Testbetrieb hielt er knapp zwei Tage durch. Praktisch ist der Ultra-Stromsparmodus, der im Notfall nur die Basisfunktionen gewährleistet und so die Laufzeit noch einmal deutlich verlängert.
 



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