Japan 26.01.2009, 13:51 Uhr

Handy-Verbot im Kampf gegen pornografische Inhalte

Behörden versuchen durch ein Handy-Verbot die Verbreitung pornographischer und gewalttätiger Inhalte zu stoppen
Jugendliche, die von Mitschülern durch SMS-Nachrichten beleidigt und sexuell belästigt werden, junge Mädchen, die sich online zur Prostitution anbieten: Was sich zunächst wie ein Alptraum anhört, ist tatsächlich bitterer Alltag an vielen japanischen Schulen. Eine Entwicklung, die inzwischen auch die Behörden auf den Plan gerufen hat: Diese versuchen nun durch ein Handy-Verbot dem so genannten Cybermobbing Herr zu werden.
Konkret sollen Mobiltelefone aus öffentlichen Grund- und Mittelschulen des Landes verbannt werden. Wie Spiegel Online berichtet, besitzen von 11.000 japanischen Kindern an öffentlichen Schulen bereits rund 33 Prozent der Zehnjährigen ein eigenes Mobiltelefon. Bei den 15-Jährigen sind es bereits über 73 Prozent und bei den 16-Jährigen rund 95 Prozent. Kritiker halten ein Verbot indes für fragwürdig, da die Jugendlichen nach Ende des Unterrichts die Geräte sofort wieder in Betrieb nehmen würden. Manche Eltern halten die Mobiltelefone sogar für unentbehrlich, um den Aufenthaltsort ihre Kinder überprüfen zu können.


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