Milliardendeal 10.05.2011, 11:24 Uhr

Microsoft will Skype schlucken

Der Software-Riese plant angeblich den Kauf des populären Internet-Telefoniedienstes Skype - zum stolzen Preis von bis zu acht Milliarden US-Dollar.
Neue Übernahmegerüchte um Skype machen die Runde: Verschiedenen Zeitungsberichten zufolge ist ein heftiger Bieterwettstreit um den VoIP-Anbieter entbrannt, den Microsoft nun anscheinend für sich entscheiden möchte. So sei der Software-Riese angeblich bereit, zwischen sieben bis acht Milliarden Dollar für Skype hinzublättern. Da der Internet-Telefoniedienst auch noch verschuldet ist, läge der eigentliche Kaufpreis sogar noch höher.
Wie es weiter hieß, stünden die Verhandlungen unmittelbar vor einem Abschluss. Allerdings könnte der Deal auch noch in letzter Sekunde platzen, werden Insider zitiert.
Skype wurde 2003 gegründet und wechselte seitdem mehrfach den Besitzer. Ebay hatte den Anbieter 2005 für insgesamt 3,1 Milliarden Dollar gekauft, sich aber 2009 wieder davon getrennt. Als Folge übernahm die Investmentgesellschaft Silver Lake einen Mehrheitsanteil von 65 Prozent. Der Kaufpreis: 1,9 Milliarden Dollar.

Fokus auf das Smartphone-Geschäft

Seitdem gab es immer wieder neue Übernahmegerüchte - unter anderem wurden als potenzielle Käufer Google und Facebook genannt. Skype hat laut Spiegel Online derzeit rund 550 Millionen registrierte Nutzer und machte im Jahr 2010 bei einem Umsatz von rund 860 Millionen sieben Millionen Dollar Verlust.
Mit einer Übernahme könnte Microsoft das eigene Smartphone-Geschäft stärken - beispielsweise wäre es denkbar, Skype in das Betriebssystem Windows Phone 7 zu integrieren. Damit hätten Smartphone-Nutzer die Möglichkeit, kostenlos untereinander zu telefonieren. Konflikte mit den Netzbetreibern wären allerdings bei einem solchen Vorhaben vorprogrammiert.




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