Urteil 12.07.2012, 14:18 Uhr

Anbieter müssen Prepaid-Kunden warnen

Eine Prepaid-Kunden hatte durch die Option "Automatisches Aufladen" über ein Jahr hinweg 15.000 Euro an Gebühren angehäuft. Nun hat ein Gericht die Mobilfunkanbieter zu transparenterer Information verpflichtet.
(Quelle: Arahan, Fotolia.com)
Bereits seit einiger Zeit sind die Mobilfunkanbieter gezwungen, Kunden zu warnen, wenn sie beim Surfen im Ausland einen bestimmten Betrag überschreiten. So wird für deutsche Kunden beispielsweise bei rund 60 Euro die Verbindung unterbrochen.
Im Inland dagegen sind die Kunden vor Horrorrechnungen noch nicht geschützt, wie eine Mobilfunknutzerin kürzlich erfahren musste. Sie hatte bei ihrer Prepaidkarte die Option des automatischen Aufladens gewählt und sollte insgesamt 15.000 Euro für Datenverbindungen bezahlen. Offensichtlich hatte der Anbieter die Frau nicht per SMS oder E-Mail über jede automatische Aufladung informiert, sodass diese hohe Summe überhaupt erst zustande kommen konnte.
Nun hat das Kammergericht Berlin entschieden, dass die Kundin die Gebühren nicht zahlen muss, eben aufgrund der fehlenden Information seitens des Anbieters. Dieser müsse schon im Vorfeld eindeutig darauf hinweisen, dass durch die automatische Aufladung hohe Kosten entstehen können. Ein Verweis in den AGB reiche dazu nicht aus.




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