Sony Ericsson 27.10.2011, 13:06 Uhr

Ericsson macht Schluss

Nach zehn Jahren zieht sich Ericsson aus dem Joint-Venture Sony Ericsson zurück. Alleiniger Eigentümer ist nun der frühere Partner Sony.
Gerüchte kursierten schon seit längerem, jetzt ist es offiziell: Ericsson zieht sich aus dem Handy-Geschäft zurück und verlässt nach zehn Jahren das Joint-Venture Sony Ericsson. Die Schweden erhalten für ihren 50-prozentigen Anteil 1,05 Milliarden Euro vom früheren Partner, der nun alleine die Strategie des Handy-Herstellers bestimmen kann.
Wie Sony Ericsson selber mitteile, werde das Unternehmen im Rahmen der Transaktion in die Sony-Sparte für internetbasierte Verbraucherelektronik integriert. Der Verkauf soll bis Januar 2012 über die Bühne gegangen sein.
Durch die Übernahme erhofft sich Sony mehr Flexibilität im Kampf auf dem Smartphone-Markt und zugleich eine Straffung der Markenstrategie. Zuletzt hatte das im Oktober 2001 gegründete Gemeinschaftsunternehmen mit großen Problemen zu kämpfen und verlor kontinuierlich an Boden gegenüber Wettbewerbern wie Apple, HTC oder Samsung. Derzeit hält Sony Ericsson elf Prozent Marktanteil bei Smartphones mit dem Google-Betriebssystem Android. Damit kann sich das Unternehmen gerade noch so in den Top Ten der weltweit wichtigsten Handy-Hersteller platzieren.
Durch den Fokus auf Android-Smartphones konnte sich das schwedisch-japanische Joint-Venture allerdings in den vergangenen Monaten wieder wirtschaftlich etwas stabilisieren. Vor diesem Hintergrund hatte Sony-Ericsson-Chef Bert Nordbert bei der Präsentation der aktuellen Geschäftszahlen angekündigt, ab 2012 die gesamte Produktion auf diesen Gerätetyp ausrichten zu wollen.




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