Netgear Orbi: Der Repeater-Ersatz im Praxistest

Testaufbau Netgear Orbi

Der Satellit hat dieselbe unauffällige Optik wie der Router.
Quelle: Netgear
Wir haben das System in einem Wohnhaus mit zwei Stockwerken getestet, zunächst mit dem Orbi-Router und einem WLAN-Range-Extender Netgear EX7000. Der Router war im Erdgeschoss platziert, der Repeater im ersten Stock und das Endgerät in der zweiten Etage. Sämtliche anderen Endgeräte wurden zur besseren Vergleichbarkeit ausgeschaltet, nur der Test-Laptop war im WLAN eingebucht.
Die Datenraten erreichten hier zwischen 180 und 200 Mbit/s. Ohne den Repeater kamen wir auf etwa 100 Mbit/s. Mit dem Orbi-Satelliten dann die Überraschung: Satte 350 Mbit/s konnten wir am Notebook ermitteln, eine deutliche Verbesserung. Zudem existiert nur ein einziges Netzwerk mit einer einzigen SSID. Die übrigen Features sind heute Standard: IPv6, Dynamic DNS, Port Forwarding, Kindersicherung, Access-Point-Modus und so weiter.   
Den Datenraten-Test hat das Orbi-System also mit Bravour bestanden, und auch beim Managen über die Weboberfläche gibt sich das Netgear-Ensemble keine Blöße – auch wenn diese grafisch (wie seit Jahren bei Netgear) keinen Schönheitspreis gewinnt. Ein Wermutstropfen – vor allem in Anbetracht des hohen Preises von 429 Euro: Es ist lediglich ein lahmer USB 2.0 Port am Router vorhanden, wer seine Daten also über die am Orbi angeschlossene Festplatte sichern will, braucht viel Geduld.
Ansonsten hat uns das Netgear Orbi gut gefallen, wer in einem größeren Haus ein schnelles WLAN aufspannen möchte, ist damit gut beraten. Allerdings hat der Geschwindigkeits-Boost auch seinen Preis, was das Orbi-System nicht unbedingt zum Massenprodukt machen.




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