Telekom 08.11.2007, 14:30 Uhr

Obermann droht mit weiteren Entlassungen

Die Telekom macht weniger Gewinn und will weitere Mitarbeiter entlassen
Die Deutsche Telekom hat in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres weniger Gewinn erwirtschaften können als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Wie der Konzern mitteilte, sank der Nettogewinn im Berichtszeitraum von 3,0 auf 2,2 Milliarden Euro. Zulegen konnten die Bonner hingegen beim Umsatz, der von 45,5 auf 46,7 Milliarden Euro in die Höhe kletterte. Das Umsatzwachstum konnte die Telekom vor allem im Ausland generieren (+14,4 Prozent), während sich das Inlandsgeschäft (-6,9 Prozent) aufgrund des harten Wettbewerbsumfelds - sowohl im Mobilfunk-, als auch im Festnetzsegment - nach wie vor schwierig gestaltet.Im dritten Quartal gelang es dem Konzern immerhin, den bislang drastischen Schwund von Festnetzkunden leicht abzubremsen: So wechselten in den Monaten Juli bis September 497.000 Telekom-Kunden zu alternativen Anbietern, während in den ersten beiden Quartalen des Jahres noch 588.000 beziehungsweise 516.000 Festnetz-Anschlüsse verloren gegangen waren. Um die Kosten weiter zu senken, hält Telekom-Chef René Obermann unverändert an seinem Sanierungskonzept fest, das bis Ende des Jahres die Entlassung von dann insgesamt 32.000 Mitarbeitern vorsieht. Und weitere harte Einschnitte sollen folgen: "Die Personalstrukturen sind weiterhin anpassungsbedürftig", machte Obermann deutlich. Insgesamt will die Telekom die Kosten bis zum Jahr 2010 um 4,7 Milliarden Euro senken.


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