Strategie für die Shops 20.07.2018, 12:30 Uhr

DeinHandy-Chef Robert Ermich im Interview

DeinHandy will im stationären Handel Fuß fassen, CEO und Gründer Robert Ermich erklärt sein Konzept für die Shops und inwieweit er weiter expandieren will.
(Quelle: Arthur Pohlit)
Robert Ermich, Gründer von Dein­Handy, spricht im Interview über die Tage nach dem Start der ersten ­eigenen Shops in Berlin.
Telecom Handel: Zwischen der Übernahme der ehemaligen Yourfone-Shops und der Eröffnung des ersten­ DeinHandy-Store lagen nur wenige Wochen. Wie improvisiert ist das Shop-Konzept?
Robert Ermich: Das Konzept haben wir tatsächlich aus dem Hut gezaubert, zusammen mit unserer Agentur Brandtouch aus Hamburg. Es musste alles sehr schnell gehen, deshalb haben wir das Ganze auch ohne einen echten Shop-Bauer über die Bühne gebracht, dafür mit einem Spezialisten für Filmsets. Die sind einfach schneller und flexibler.
Wann haben Sie das erste Mal daran gedacht, ein Ladengeschäft zu eröffnen?
Ermich: Wir haben schon vorher mit dem Gedanken gespielt, stationär etwas zu machen, allerdings eher mit Blick auf Pop-up-Shops oder einen einzelnen Flagship-Store. Konkret geplant war aber noch nichts – bis sich diese Chance ergeben hat. Wir bekamen von unseren Kunden immer wieder Anfragen, ob man Geräte in einem Shop anschauen oder abholen könne. Außerdem macht der Shop unsere Marke und unser Unternehmen, das ja für den Kunden nur im Internet existiert, greifbarer. Wir werden auch im stationären Bereich auf Beratung und Unterhaltung setzen. Unseren Fokus legen wir dabei auf die Erlebbarkeit der Marke und des Mobilfunks – wie auch der digitalen Welt.
Wie sind Sie den Betreibern der ehemaligen Yourfone-Shops begegnet?
Ermich: Der Erstkontakt war ausnahmslos sehr angenehm und nett. Wir haben eine Schulung für alle Mitarbeiter hier in Berlin veranstaltet, um sich näher kennenzulernen und voneinander erste Eindrücke und Erfahrungen zu sammeln. Die Shopmitarbeiter waren sehr neugierig und haben sich richtig auf den Neustart mit unserer Marke gefreut, das hat man direkt gespürt. Es war für mich sehr wichtig, vor Ort dabei zu sein, und das kam auch richtig gut an, denke ich. Sie haben gesehen, wer hinter der Marke steckt, und dass wir nicht nur ein Unternehmen sind, das mal eben einen Versuchsballon mit ein paar Shops macht. Wir wollen hier etwas Langfristiges aufbauen mit einer konkreten Vorstellung und ­einem nachhaltigen Konzept, und das merken die Mitarbeiter.
Wie wollen Sie die Stores bekannter machen?
Ermich: Wir können uns gut vorstellen, Produktpräsentationen in den Stores zu machen und das dann über unsere Social-Media-Präsenzen zu teilen. So gibt man den Shops und auch uns eine nationale Bühne und macht die Marke bekannter. Wir wollen die Marke und auch die Hardware greifbar und erlebbar machen, auch das Thema ‚Smart Home‘ zum Beispiel, das ja für viele noch ein undurchsichtiges Gebilde ist. Es ging uns nicht darum, noch einen weiteren Handy-Laden aufzumachen, wir wollen mittelfristig den Kunden zeigen, was man mit Mobilfunk und dem Smartphone als zentrales Element alles machen kann. 



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