Smartwatch-Chipset 12.09.2018, 11:10 Uhr

Qualcomm präsentiert Snapdragon Wear 3100

Qualcomms neues Smartwatch-Chipset Snapdragon Wear 3100 soll mit Energieeffizienz und neuen Funktionen punkten. Highlight des Chips ist ein eigens entwickelter Co-Prozessor. Performance-Explosionen sollte man dennoch nicht erwarten.
(Quelle: Qualcomm )
Qualcomm hat auf einem Event in San Francisco sein neues Smartwatch-Chipset Snapdragon Wear 3100 vorgestellt. Im Vergleich zum Vorgänger Snapdragon Wear 2100 soll der neue Prozessor wesentlich energieeffizienter arbeiten. Der Chip wird in naher Zukunft in smarten Uhren von der Fossil Group, Louis Vuitton, Montblanc und anderen Herstellern eingesetzt.
Alte Technik in neuem Kleid: Der Snapdragon Wear 3100 ist technologisch eng mit dem Vorgänger-Chip aus 2016 verwandt.
Ein neuer Co-Prozessor, der Qualcomm QCC1110, wurde von Grund auf neu entwickelt und ist das Herzstück der Snapdragon-Wear-3100-Plattform. Damit sollen bestehende Smartwatch-Funktionen verbessert sowie neue eingebracht werden. Der Co-Prozessor sei laut Hersteller für den Betrieb mit sehr niedriger Leistung optimiert und fungiere als Begleiter des Hauptprozessors sowie der restlichen Bauteile wie Display, Sensoren und dergleichen. Zudem soll der Co-Prozessor auch eine Deep-Learning-Engine beinhalten. Diese soll eine Keyword-Erkennung besitzen und mit der Zeit erweiterbar sein.

Altes Chipset bildet die Basis

Die herkömmliche CPU setzt sich aus einem Quadcore-Prozessor mit betagten Cortex-A7-Kernen zusammen, die mit bis zu 1,2 GHz takten. Damit kommt dieselbe Recheneinheit wie im Vorgänger zum Einsatz. Auch der Grafikbeschleuniger Adreno 304 war schon im Snapdragon Wear 2100 verbaut. Entsprechend dürfte - Co-Prozessor hin oder her - der Leistungszuwachs nur marginal ausfallen.
Je nach Display-Typ, Akkukapazität und Gerätekonfiguration können Smartwatches mit dem Chipset im aktiven Betrieb eine Akkulaufzeit zwischen 4 und 12 Stunden erreichen. Im reinen Uhrenmodus seien sogar Laufzeiten von bis zu einer Woche möglich. Im Fitness-Betrieb mit GPS- und Herzfrequenzmessung sind laut Hersteller bis zu 15 Stunden erreichbar.
Ob sich Googles strauchelndes Wear OS mit dem "neuen" Prozessor am Markt behaupten kann, bleibt derweil fraglich. Im Vergleich zu den mittlerweile performanten Systemen von Apple (watchOS) oder Samsung (Tizen) konnten die Smartwatches mit Google-System bislang nicht vollends überzeugen. Dafür waren die Modelle zu schwachbrüstig ausgestattet. Daran dürfte auch der neue Chipsatz nichts ändern, bedenkt man die verbaute Recheneinheit.



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