Keine Engpässe 17.06.2020, 12:46 Uhr

Corona-Krise: Tele Columbus zieht positive Zwischenbilanz

Beim Netzbetreiber Tele Columbus gab es laut CTO Dietmar Pölt einen deutlichen Nutzungsanstieg, aber keine der anfangs befürchteten Probleme mit der Netzkapazität.
Pöltl
Dietmar Pöltl, Chief Technology Officer der Tele Columbus AG
(Quelle: Tele Columbus)
Netflix und andere Streaming-Anbieter schränkten zu Beginn der Corona-Krise die Datenraten ihrer Angebote ein, um so eine Überlastung der Netze zu verhindern. Offenbar sind diese befürchteten Probleme mit Blick auf die Netzkapazität jedoch ausgeblieben, so zumindest das Zwischenfazit des Netzbetreibers Tele Columbus.
„Es gab einen deutlichen Nutzungsanstieg, aber es gab keine der anfangs von manchen befürchteten Probleme mit der Netzkapazität“, so CTO Dietmar Pöltl. Mit dem breiten Beginn der Ausgangsbeschränkungen und der Home-Office-Verlagerungen in Kalenderwoche 11 stieg das Datenvolumen auf fast 115 Prozent des Normalniveaus, in der Folgewoche sogar auf 125 Prozent. Der plötzliche Anstieg durch Telekonferenzen, VPN-Einwahlen und vor allem auch intensiveres Streaming lag deutlich über dem Durchschnitt. 
Im tageszeitlichen Verlauf war die Volumenzunahme primär tagsüber zu verzeichnen, heißt es von Tele Columbus, die abendliche Nutzungsspitze der Privathaushalte war dagegen kaum betroffen. Bei der Telefonie verzeichnete der Netzbetreiber massive Anstiege: Im ersten Corona-Monat sprang die Zahl der Telefonminuten im Netz von Tele Columbus gegenüber Februar um  fast 60 Prozent nach oben, dies sei der stärkste jemals verzeichnete Anstieg gewesen. 
Bei Tele Columbus konnte man sich über eine verstärkte Nachfrage nach Upgrades auf die Angebote mit höheren Bandbreiten freuen, "das mag man als einen der wenigen positiven Aspekte in dieser besonderen Phase sehen“, sagt Stefan Riedel, Chief Consumer Officer von Tele Columbus. Ebenso sei die Kündigungsquote gesunken. „Das kann damit zusammenhängen, dass Kunden in dieser Phase kein Risiko durch technische Umstellungen eingehen wollen“, so Roland Schleicher, Chief Operations Officer.


Das könnte Sie auch interessieren