Geschäftszahlen 29.07.2015, 16:50 Uhr

Telefónica Deutschland bleibt auf Kurs

Mehr Kunden im Mobilfunksegment, mehr Umsatz und weniger Verlust: Telefónica Deutschland profitiert bereits von Synergien der E-Plus-Übernahme.
Unter dem Strich steht immer noch ein Minus: Rund 100 Millionen Euro beträgt das negative Periodenergebnis von Telefónica Deutschland im 2. Quartal des Jahres 2015, bedingt insbesondere durch höhere Abschreibungen infolge des Zusammenschlusses mit E-Plus sowie der Netzintegration.
Verglichen mit dem Vorquartal, in dem noch ein Verlust von 276 Millionen Euro aufgelaufen ist, befindet sich Telefónica Deutschland auf einem guten Weg. Deutlich wird das vor allem bei einem Blick auf die weiteren Kennzahlen.
So erhöhte sich etwa die Teilnehmerzahl im Mobilfunk gegenüber dem Vorquartal um 438.000 auf 42,617 Millionen. Auch der Serviceumsatz im Mobilfunk kletterte noch oben und betrug zwischen April und Juni 2015 rund 1,382 Milliarden Euro – das entspricht einem Plus gegenüber dem Vorquartal von 2,1 Prozent. Allerdings liegen in die Umsätze im 2. Quartal so gut wie immer deutlich über denen des 1. Quartals, so dass das Wachstum eher als bescheiden eingestuft werden kann (Ein Vorjahresvergleich ist aufgrund der unterschiedlichen Bewertung bei O2 und E-Plus nicht möglich).
Ausbauen konnte Telefónica zudem das Mobilfunk-Hardwaregeschäft; hier liegt der Umsatz nun bei 303 Millionen Euro (Vorquartal: 283 Millionen Euro).
Auf der Stelle tritt der Netzbetreiber hingegen im Festnetz-Segment. Der Umsatz betrug im 2. Quartal 260 Millionen Euro, im Vorquartal waren es 261 Millionen Euro. Die Zahl der Breitbandkunden reduzierte sich leicht um 13.000 auf 2,115 Millionen.
Zufrieden gibt sich Telefónica Deutschland mit dem Betriebsergebnis vor Abschreibungen, Steuern und Zinsen (OIBDA). Dieses steigerte das Unternehmen auf 450 Millionen Euro, im Vorquartal waren es noch 395 Millionen.
Grund hierfür seien unter anderem "geringere Marketingaufwendungen im Zuge der Fokussierung auf Bestandskunden" sowie der "wertorientierte Ansatz bei der Endgerätevermarktung". Zudem entfielen mehr als 40 Prozent der OIBDA-Verbesserung auf Synergieeffekte im Rahmen der raschen Umsetzung des Integrationsprogramms, heißt es bei Telefónica.
Hierzu zählt auch das Abfindungsprogramm, das für 2015 den Abbau von 800 Vollzeitstellen vorsieht. Dieser sei bereits fast vollständig vorgenommen worden, heißt es. Bis Ende 2018 sollen weiter 800 Vollzeitstellen wegfallen.




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