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Glasfaser 25.01.2026, 11:28 Uhr

Telekom rollt Haustürvertrieb bundesweit aus

Nach einer regionalen Testphase führt die Telekom das Vertriebsmodell „Telekom Shop vor Ort“ deutschlandweit ein. Mitarbeiter beraten Kunden künftig auch direkt an der Haustür – mit Fokus auf Glasfaseranschlüsse.
Ein Telekom-Mitarbeiter im Kundengespräch vor Ort – die persönliche Beratung soll künftig auch außerhalb des Shops eine größere Rolle spielen
(Quelle: Telekom)
Die Deutsche Telekom weitet ihr Vertriebsmodell „Telekom Shop vor Ort“ bundesweit aus. Nach einer regionalen Testphase werden künftig festangestellte Mitarbeitende aus den Shops heraus auch direkt an der Haustür beraten. Ziel ist es, die Buchungsquote bei Glasfaseranschlüssen zu erhöhen und den Schritt von der technischen Verfügbarkeit zur tatsächlichen Nutzung zu beschleunigen.
Die Telekom hatte das Modell im vergangenen Jahr in ausgewählten Regionen erprobt. Nun soll es flächendeckend ausgerollt werden. Dafür baut der Konzern regional verankerte Teams auf, die organisatorisch an die lokalen Shops angebunden sind. Der Haustürvertrieb ergänzt bestehende Kanäle wie Shop, Hotline und Online-Kontakt. Ziel der Maßnahme ist es, die Buchungsquote bei Glasfaseranschlüssen zu erhöhen. Für die Telekom gilt nicht die technische Verfügbarkeit, sondern die Zahl der aktivierten Anschlüsse als zentrale Kennzahl im Glasfaserausbau. Entsprechend richtet der Konzern seine Vertriebsaktivitäten stärker auf den direkten Abschluss beim Kunden aus. Aus Sicht der Telekom spielt der persönliche Kontakt eine zentrale Rolle, um Informationslücken zu schließen und Vorbehalte gegenüber dem Glasfaseranschluss abzubauen. „Wir sind da, wo unsere Kunden sind“, sagt Bijan Esfahani, Leiter Telekom Shops. Neben den Shops setze die Telekom weiterhin auf einen Mix aus Hotline, Online-Kontakt und Direktvertrieb an der Haustür. Beim Haustürvertrieb verweist die Telekom auf klare Vorgaben. Demnach treten ausschließlich autorisierte Mitarbeitende oder Partner auf, die sich mit Dienstausweis und QR-Code legitimieren müssen. Zusätzlich ist vor der finalen Buchung ein sogenannter Quality-Call vorgesehen. Das Unternehmen hat sich zudem dem branchenweiten Haustürkodex angeschlossen, der gemeinsam mit Verbänden wie dem VATM erarbeitet wurde und Standards für Transparenz und Verbraucherschutz im Direktvertrieb festlegt. Gleichzeitig ist der Haustürvertrieb im Glasfaserausbau seit Jahren umstritten. Verbraucherschützer warnen regelmäßig vor Verkaufsdruck und Missverständnissen bei spontanen Vertragsabschlüssen an der Haustür – auch wenn das Vorgehen rechtlich zulässig ist. Für den stationären Fachhandel bleibt die bundesweite Einführung des Modells ein sensibler Punkt. Der zusätzliche Direktvertrieb wirft Fragen zur Rollenverteilung zwischen Shop und Haustür, zur Kundenzuordnung sowie zu Provisionen und Zielsystemen auf – insbesondere in einem Umfeld, in dem die Telekom den Absatz von Glasfaseranschlüssen deutlich steigern will.




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