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Glasfaser 22.01.2026, 11:28 Uhr

Telekom rollt Haustürvertrieb bundesweit aus

Nach einer regionalen Testphase führt die Telekom das Vertriebsmodell „Telekom Shop vor Ort“ deutschlandweit ein. Mitarbeiter beraten Kunden künftig auch direkt an der Haustür – mit Fokus auf Glasfaseranschlüsse.
Ein Telekom-Mitarbeiter im Kundengespräch vor Ort – die persönliche Beratung soll künftig auch außerhalb des Shops eine größere Rolle spielen
(Quelle: Telekom)
Die Deutsche Telekom weitet ihr Vertriebsmodell „Telekom Shop vor Ort“ bundesweit aus. Nach einer regionalen Testphase werden künftig festangestellte Mitarbeitende aus den Shops heraus auch direkt an der Haustür beraten. Ziel ist es, die Buchungsquote bei Glasfaseranschlüssen zu erhöhen und den Schritt von der technischen Verfügbarkeit zur tatsächlichen Nutzung zu beschleunigen.
Die Telekom hatte das Modell im vergangenen Jahr in ausgewählten Regionen getestet. Nun soll es flächendeckend eingeführt werden. Dafür baut das Unternehmen regionale Teams auf, die in enger Abstimmung mit den lokalen Shops arbeiten sollen. Der Direktvertrieb ergänzt damit bestehende Vertriebskanäle wie Shop, Hotline und Online-Kontakt.
Aus Sicht der Telekom spielt der persönliche Kontakt eine zentrale Rolle, um Kunden über Glasfaser zu informieren und Vorbehalte abzubauen. Hintergrund ist der strategische Fokus auf aktivierte Anschlüsse: Die Zahl der gebuchten Glasfaseranschlüsse gilt für den Konzern als wichtigste Kennzahl im Ausbau. Entsprechend richtet die Telekom ihre Vertriebsaktivitäten stärker auf den Abschluss beim Kunden aus.
Beim Haustürvertrieb verweist die Telekom auf klare Vorgaben. Demnach treten nur autorisierte Mitarbeitende oder Partner auf, die sich mit Dienstausweis und QR-Code legitimieren müssen. Zudem ist ein sogenannter Quality-Call vorgesehen, bevor ein Vertrag final eingebucht wird. Diese Regeln sollen sicherstellen, dass Haustürgeschäfte transparent und nachvollziehbar ablaufen.
Gleichzeitig ist der Haustürvertrieb im Glasfaserausbau seit Jahren umstritten. Verbraucherschützer warnen regelmäßig vor Verkaufsdruck und Missverständnissen bei spontanen Vertragsabschlüssen an der Tür, auch wenn das Vorgehen rechtlich zulässig ist.
Für den stationären Fachhandel ist die bundesweite Einführung des Modells ein sensibler Punkt. Der zusätzliche Direktvertrieb wirft Fragen zur Rollenverteilung zwischen Shop und Haustür, zur Kundenzuordnung sowie zu Provisionen und Zielsystemen auf – insbesondere in einem Umfeld, in dem die Telekom den Absatz von Glasfaseranschlüssen weiter deutlich steigern will.




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