Trend 22.12.2016, 09:45 Uhr

Virtuelle Realität: Auf dem Sprung zum Massenprodukt

Virtual Reality ist der Trend der Stunde. In diesem Jahr kamen Brillen auf den Markt, die den digitalen Trip für jedermann ermöglichen. Setzt sich der Hype 2017 in der breiten Masse durch?
(Quelle: shutterstock.com/vrportal)
Konzerte oder Sportereignisse vom Sofa verfolgen, als wäre man live dabei. Den geplanten Urlaubsort oder die künftige Wohnung mit einem virtuellen Rundgang aus verschiedenen Winkeln begutachten. Oder per Computerspiel in digitale Welten abtauchen. Virtuelle Realität (VR) ist der Trend der Stunde. 2016 war das Jahr, in dem Virtuelle Realität für viele erstmals erlebbar wurde. Dank der neuen Brillen konnten Konsumenten einen Eindruck bekommen, wohin die Reise gehen kann. Wird sich neue Technologie 2017 endgültig durchsetzen?
"Der weitere Erfolg von Virtual Reality steht und fällt mit den verfügbaren Inhalten", sagt Timm Lutter vom Branchenverband Bitkom. "Das ist ganz entscheidend." 2016 sei aber schon ein Durchbruch erfolgt, "weil breite Bevölkerungsschichten erste Erfahrungen damit gemacht haben."

VR-Brillen und Headsets fürs Smartphone

Konzerne wie Sony, Samsung, HTC und die Facebook-Firma Oculus brachten VR-Brillen oder Headsets auf dem Markt. Bis September setzte Samsung weltweit 1,8 Millionen Stück seiner Gear VR ab, allein 200.000 in Deutschland.
VR-Brillen wie die HTC Vive wollen Nutzer in virtuelle Welten führen. Hier einige Eindrücke von der Computerspielmesse Gamescom 2016:
Neben den recht teuren Angeboten gibt es aber auch günstige Varianten, etwa Cardboards aus Pappe, mit deren Hilfe man - in Kombination mit dem Smartphone - in die digitalen Welten abtauchen kann. Nach Berechnungen der US-Analysten von IDC steigt die Zahl der an den Handel ausgelieferten VR-Headsets von 10 Millionen im Jahr 2016 bis 2020 um mehr als das Sechsfache.
Das Gefühl "mitten dabei zu sein" bieten vielen neue Chancen: Es eröffnet etwa der Reise-, und der Immobilienbranche, aber auch der Porno- oder der Gamingindustrie ungeahnte Möglichkeiten. Großes Potenzial sehen auch die Investmentbanker von Goldmann und Sachs: Ihren Prognosen zufolge soll der Markt für Virtual Reality und Augmented Reality (AR) - bei der digitale Inhalte in die Umgebung eingeblendet werden - bis 2025 etwa 80 Milliarden Dollar umfassen.



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