Vodafone will Nachbesserungen bei Regeln für 5G-Frequenzvergabe

Dommermuth fordert nationales Roaming

Bevor die Bundesnetzagentur voraussichtlich am 24. September die Weichen für die Vergabe der 5G-Linzenzen stellt, melden sich die Markt-Akteure aktuell auf der Zielgeraden verstärkt zu Wort. So fordert der Chef des Online-Konzerns United Internet, Ralph Dommermuth, dass die Konditionen freundlicher für Neueinsteiger gestaltet werden sollten. Dazu könne ein sogenanntes nationales Roaming gehören, bei dem ein Anbieter in Regionen, wo er selbst schwach aufgestellt ist, auf das Netz eines Konkurrenten zugreifen kann.
Diese Idee lehnen die heutigen Netzbetreiber unter Hinweis auf ihre Milliardeninvestitionen ab. "Wenn zugelassen wird, dass es verpflichtendes nationales Roaming gibt - was jetzt ja ausgeschlossen ist -, oder regionale Spektrumsnutzung ein Investment untergraben kann, und ein quasi nationaler Spieler mit minimalen Investitionen entstehen kann, dann ist eine rote Linie überschritten", sagte Ametsreiter. Der Vodafone-Deutschlandchef machte zugleich keine Angaben dazu, unter welchen Umständen der britische Konzern auf eine Teilnahme an der Auktion verzichten könnte.
Die Bundesnetzagentur sieht in den bisher bekanntgewordenen Eckpunkten weder ein nationales Roaming vor, noch eine Verpflichtung für die Netzbetreiber, Mobilfunk-Anbietern ohne eigenes Netz Zugang zu ihrer Infrastruktur zu gewähren. Auch diese Idee stößt bei Ametsreiter auf Ablehnung. "Wenn man von vornherein eine Verpflichtung hat, dann ist das investitionsfeindlich. Ich verlasse mich da lieber auf echte Marktwirtschaft und Marktdynamik, als gezwungen zu werden."




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