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Lesedauer 3 Min.

Coolblue zieht Richtung Süden

Der niederländische Elektronikhändler expandiert weiter und nimmt mit einem neuen Logistikzentrum den Großraum Stuttgart ins Visier. Ab Herbst werden Haushaltsgroßgeräte und Fernseher per eigenem Lieferservice ausgeliefert.

Mit Geschäften in Frankfurt, Düsseldorf, Essen, Dortmund und Hamburg baut Coolblue seit 2022 sein stationäres Netz in Deutschland aus

© (Quelle: Coolblue)

Der Elektronikhändler Coolblue treibt seine Expansion in Deutschland weiter voran und geht den nächsten Schritt in Richtung Süddeutschland: Anfang des vierten Quartals 2025 nimmt das Unternehmen ein neues Logistikzentrum in Tamm bei Stuttgart in Betrieb. Von dort aus sollen Käuferinnen und Käufer in Stuttgart, Karlsruhe, Heilbronn und Umgebung große Haushaltsgeräte und Fernseher mit dem hauseigenen Service „CoolblueLiefert“ erhalten. Das Konzept sieht Lieferung zum nächstmöglichen Werktag vor, inklusive Installation und kostenloser Altgeräte-Entsorgung.

„Wir bringen unseren Service jetzt auch in den Süden“, sagt Urs Möller, Country Manager Germany bei Coolblue. Tamm ist Teil eines größeren Plans: Bis 2029 will das Unternehmen elf eigene Logistikzentren und 38 stationäre Standorte in Deutschland betreiben.

Stetige Ausweitung von Stores und Liefernetz

In den vergangenen Monaten hat Coolblue seine Aktivitäten in Deutschland systematisch erweitert. Nach dem Start in Nordrhein-Westfalen kamen Stores in Frankfurt, Dortmund, Essen und Düsseldorf hinzu. Im Sommer 2025 folgte mit dem Standort am Gänsemarkt 45 in Hamburg der erste Store im Norden. Mitte November ist ein weiteres Geschäft in Hannover geplant. In beiden Fällen wurde ein regionales Logistikzentrum aufgebaut: in Langenhagen für Hannover, in Hamburg für die Metropolregion.

Mit dem Konzept verzahnt Coolblue stationäre Standorte mit eigenem Lieferdienst und digitalen Services. Kunden können Geräte vor Ort ausprobieren, sich beraten lassen, online bestellte Produkte abholen oder zur Reparatur bringen. Die Stores dienen zugleich als Markenpräsenz und Anlaufstelle im After-Sales-Service. Zusätzliche Funktionen wie die Willkommensstele oder ein digitaler In-Store-Modus zur Kundenansprache sollen Prozesse optimieren.

Kundenzufriedenheit als Wachstumsstrategie

Urs Möller, Deutschland-Chef von Coolblue

© Quelle: Coolblue

Coolblue versteht sich nicht als reiner Onlinehändler, sondern als Handelsunternehmen mit starker Verzahnung von Logistik, Beratung und digitalen Funktionen. „Wir wollen nicht der Everything Store sein, sondern fokussieren uns auf ein kuratiertes Sortiment“, sagte Möller im Gespräch mit Telecom Handel. Die Kombination aus schneller Lieferung, transparenter Beratung und regionaler Präsenz soll die Marke im deutschen Markt etablieren. In den Niederlanden zählt Coolblue zu den größeren Elektronikhändlern mit hohem Net Promoter Score (NPS), der als zentrale Steuerungskennzahl gilt.

Deutschland gilt als Wachstumsmarkt mit Potenzial. „Bis 2029 wollen wir ein deutsches Unternehmen sein“, so Möller. Die Erschließung des Südens mit dem Standort Tamm ist Teil dieser Strategie.

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