Handelsreport 2020 13.05.2019, 10:44 Uhr

Bezahlen darf nicht länger als 15 Sekunden dauern

Wie muss sich der stationäre Handel wandeln, um mit dem E-Commerce wettbewerbsfähig zu bleiben? Antworten gibt der Retailreport 2020. Eine wichtige Weiche ist demnach die dramatische Verkürzung der Zeit fürs Bezahlen.
Generell muss sich der Handel auf immer umfassendere Service-Wünsche der Kunden einstellen
(Quelle: shutterstock.com/Neirfy)
Eine wichtige Weiche für Erfolg oder Misserfolg des stationären Handels ist nach Einschätzung von Experten die dramatische Verkürzung der Zeit fürs Bezahlen. "15 Sekunden - länger darf gerade bei der tempoverwöhnten jungen Generation das nicht dauern", meinte die Handelsexpertin des Deutschen Zukunftsinstituts, Theresa Schleicher. In China sei es weit verbreitet, mittels Gesichtserkennung zu bezahlen. "Die nötige Mimik fürs Bezahlen ist ein Lächeln", so Schleicher bei der Vorlage ihres Retailreports 2020.
Generell müsse sich der Handel auf immer umfassendere Service-Wünsche der Kunden einstellen. Dazu könne das Abholen der Wäsche für die Reinigung als Zusatzleistung nach Lieferung der online bestellten Lebensmittel gehören, sagte Schleicher der Deutschen Presse-Agentur.
Es gehe darum, mit anderen Anbietern zusammenzuarbeiten und Dienstleistungen zu verknüpfen. "Konkurrenz war gestern, heute geht es um Wettbewerb und Kooperation zugleich." So könnten dank einer App in den USA Passagiere unmittelbar vor dem Abflug einkaufen und mobil zahlen, ohne sich einen Schritt bewegen zu müssen. Die Bestellung werde binnen 30 Minuten ans Gate geliefert.



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