Studie 09.03.2021, 11:05 Uhr

Über 80 Prozent der Deutschen vermissen das Einkaufen im stationären Handel

Der stationäre Handel wird von über 80 Prozent der deutschen Konsumenten schmerzlich vermisst. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Offerista Group.
(Quelle: Rawpixel.com/Shutterstock )
Trotz erster Lockerungen ist eine Rückkehr zum normalen Shopping im stationären Handel bislang noch nicht in Sicht. Eine aktuelle Studie der Offerista Group unter 684 Deutschen zeigt, was diese am Einkaufen in Ladengeschäften vermissen, welche Alternativen sie nutzen und wie sie in Zukunft einkaufen werden.
Demnach vermissen es vier von fünf deutschen Konsumenten (81 Prozent), im stationären Handel einzukaufen. Die Gründe dafür sind vielfältig. Zwei Drittel geben an, dass ihnen das Anschauen und Anprobieren von Produkten fehlt. 60 Prozent möchten gern die lokalen Läden wieder unterstützen. Die persönliche Beratung beim Shopping fehlt 37 Prozent der Befragten, während 31 Prozent sich nach dem Kauferlebnis in den Ladengeschäften sehnen.
Etwa ein Viertel bedauert es, keine Elektronikprodukte (26 Prozent) vor Ort kaufen zu können. Dem Shoppen von Kleidung, Schuhen und Accessoires trauern die Umfrageteilnehmer aufgrund der geschlossenen Geschäfte am meisten nach (65 Prozent). Knapp die Hälfte (48 Prozent) vermisst das Einkaufen von Haus- oder Gartenartikeln in den Läden. Lediglich 16 Prozent sehnen sich gar nicht nach einem Besuch in Läden und Märkten.
Die Methode im stationären Handel per Click & Collect einzukaufen, haben laut der Studie 23 Prozent der Befragten bereits genutzt. Weitere 18 Prozent haben noch keinen Kauf darüber getätigt, sind aber durchaus offen dafür. Die meisten Befragten (42 Prozent) geben an, lieber abzuwarten, bis ein stationärer Einkauf möglich ist, bevor sie auf Click & Collect zurückgreifen.
Wenn die Befragten online ihre Einkäufe erledigen, kaufen zwei von drei Befragten bei Online-Pure-Playern wie Amazon ein. 29 Prozent geben an, bei größeren Händlern mit stationärer Filiale online zu shoppen. In den Online-Shops kleinerer stationärer Händler kauft immerhin noch gut ein Fünftel (22 Prozent) ein.
Die Hälfte der Befragten glaubt, dass die ständigen Lockdown-Maßnahmen, die den stationären Handel betreffen, auch langfristige Auswirkungen auf ihr Offline-Kaufverhalten haben. Diese gehen davon aus, künftig weniger zu shoppen und ihren Konsum insgesamt einzuschränken. 42 Prozent rechnen damit, dass sie ihr gewohntes „Vor-Corona“-Einkaufsverhalten an den Tag legen werden.




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