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Gamma bündelt Vertrieb unter neuem Dach

Die zur Gamma-Gruppe gehörenden Unternehmen Starface, Estos und Gamma Deutschland haben ihre Vertriebsorganisationen zur neuen Gesellschaft „Gamma Sales“ zusammengeführt.

Alexander Seyferth, Geschäftsführer von Gamma Sales, stellte auf der Gammaverse in Hof das neue Vertriebsprogramm vor

© (Quelle: Gamma)

Als Alexander Seyferth auf der „Gammaverse“ in Hof vor rund 600 Partnern die Bühne betrat, hatte er eine klare Botschaft: „Wir werden die Vertriebskräfte der deutschen Gamma-Gruppe bündeln und neu auf die Regionen verteilen, um unsere Partner künftig noch besser im Endkundengeschäft unterstützen zu können.“ Was CEO Florian Buzin bereits auf der Com.vention 2025 in Rust angekündigt hatte, ist seit Anfang Januar Realität: Die Vertriebsorganisationen von Starface, Estos und Gamma Deutschland sind in der neuen „Gamma Communications Sales Germany GmbH“ zusammengeführt.

Das Ziel: Partner sollen künftig nur noch einen Ansprechpartner haben – für das gesamte Portfolio von Connectivity über SIP-Trunking und PBX bis hin zu UC & Collaboration. „One face to the market", nennt Seyferth das Prinzip. Statt drei verschiedener Vertriebsmitarbeiter, die sich die Klinke in die Hand geben, gibt es künftig ein Tandem aus Außen- und Innendienstler pro Region, das über alle Produkte beraten kann.

65 Mitarbeiter in 16 Regionen

Die neue Vertriebsgesellschaft, die Seyferth als Geschäftsführer leitet, umfasst 65 Planstellen, und damit nur minimal weniger als die drei Einzelvertriebe zuvor zusammen hatten. Entscheidend ist aber die neue Struktur: 16 Regionen decken Deutschland ab, eine weitere die deutschsprachige Schweiz. Zum Vergleich: Starface hatte zuvor zehn Gebiete, Gamma Deutschland vier, Estos fünf. „Wir haben die Gebiete um 35 Prozent verkleinert“, erklärt Seyferth. „Das bedeutet: Unsere Kolleginnen und Kollegen verbringen weniger Zeit auf der Straße und haben mehr Zeit, um Partner beim Endkunden zu unterstützen.“

Die Organisation gliedert sich in drei Divisions: Stefan Bauer verantwortet die Region Nord, Norbert Horn die Region Süd. Florian Kirmaier leitet den Bereich Key Account, zu dem auch das neu geschaffene „More Business Team“ gehört. Dieses siebenköpfige Team soll Partner aktiv bei Cross- und Upselling-Kampagnen unterstützen, etwa wenn veraltete PBX-Installationen erneuert werden müssen oder Connectivity-Potenziale brachliegen.

Einheitliches Partnerprogramm mit fünf Stufen

Herzstück der Neuorganisation ist ein übergreifendes Partnerprogramm, das alle Umsätze mit Starface, Estos und Gamma Deutschland zusammenrechnet. Es umfasst fünf Stufen: Entry, Professional, Expert, Elite und Strategic. Die Einstufung erfolgt nach Umsatz und Zielvereinbarungen. Wer beispielsweise stark im Cloud-Geschäft wächst, kann über eine „Fast Lane“ schneller aufsteigen.

Das Besondere: Die bestehenden Herstellerverträge bleiben erhalten. Partner können weitermachen wie bisher oder sich zusätzlich für das neue Programm registrieren, um von übergreifenden Rabatten und Kickbacks zu profitieren. „Wir zwingen niemanden“, betont Seyferth. „Aber wir laden ein.“ Ab 2027 soll das neue Programm dann zum Standard werden.

Die Mitarbeiter wurden bewusst gemischt: In nahezu jedem Tandem arbeiten Kollegen aus unterschiedlichen Ursprungsorganisationen zusammen, um Wissen schnell zu teilen. „Habt bitte Geduld“, bat Seyferth die Partner in Hof. „Im ersten Quartal wird es noch Rückfragen geben. Aber wir bauen das Know-how schnell auf.“

Support folgt im Laufe des Jahres

Während der Vertrieb seit Januar unter einem Dach arbeitet, läuft die Integration des Customer-Care-Bereichs noch. Daniel Mauritz, verantwortlich für den Support, arbeitet an einer Harmonisierung. Ziel ist ein einheitliches Ticketsystem und übergreifend geschulte Mitarbeiter, die Schnittstellen-Probleme von vornherein vermeiden können. „Wir werden den Service in diesem Jahr aus einer Hand anbieten“, kündigte Seyferth an.

Auch in Österreich macht Gamma Tempo: Dort wurde parallel eine eigene Vertriebs-GmbH gegründet, die als „Schnellboot“ dienen soll. Geschäftsführer Joachim Fischer und sein Team verkaufen von Anfang an das gesamte Portfolio und sammeln dabei Erfahrungen, die auch in Deutschland genutzt werden. Im Laufe des Jahres soll in Österreich auch Gamma SIP-Trunking eingeführt werden.

Thomas Muschalla verlässt das Unternehmen

Dass die Zusammenführung so reibungslos verlief, war nicht selbstverständlich. Seyferth berichtet, dass fast alle anvisierten Mitarbeiter den Schritt mitgegangen sind. „Wir haben bis auf zwei Positionen alle Regionen besetzt und starten mit nahezu voller Kapelle.“ Ein bekanntes Gesicht jedoch fehlt: Thomas Muschalla, seit Anfang 2024 Vertriebsleiter bei Gamma, ist nicht mehr Teil der neuen Organisation. „Manchmal ist einfach nicht für jeden eine adäquate Position da“, sagt Seyferth. Allerdings unterstützt Muschalla noch bis Mitte des Jahres bei strategischen Produktentwicklungen.

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