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Lesedauer 3 Min.

Geschäftskunden zahlen ab Januar mehr für DHL Paket

Ab 1. Januar 2026 werden Geschäftskunden von DHL Paket tiefer in die Tasche greifen müssen. Der Marktführer begründet die Preiserhöhung mit gestiegenen Personalkosten und massiven Investitionen in Infrastruktur und Dekarbonisierung.
© (Quelle: EMGenie)

DHL Paket erhöht zum Jahreswechsel die Preise für gewerbliche Versender im nationalen und internationalen Paketgeschäft. Die genaue Höhe der Anpassung variiert je nach Kundenvereinbarung – Geschäftskunden werden individuell über die für sie gültigen neuen Konditionen informiert. Privatkunden und das Express-Geschäft bleiben von der Erhöhung unberührt.

Tariflöhne und eigene Zustellkräfte treiben Kosten

Als Hauptgrund für die Preisanpassung nennt DHL gestiegene Personalkosten. Anders als viele Wettbewerber setze der Bonner Konzern fast vollständig auf fest angestellte Mitarbeiter: Rund 116.000 Zustellerinnen und Zusteller seien tarifvertraglich beschäftigt, etwa 98 Prozent aller DHL-Pakete werden durch eigene Zustellkräfte ausgeliefert. Während weite Teile der Branche auf Subunternehmer und Werkverträge setzen, zahle DHL nach eigenen Angaben attraktive Tariflöhne und investiere in gute Arbeitsbedingungen.

Diese Personalstrategie verschaffe dem Unternehmen zwar einen Qualitätsvorteil, belaste aber auch die Kostenseite. Bei den jüngsten Tarifverhandlungen wurden deutliche Lohnsteigerungen vereinbart – ein Faktor, der sich nun in den Kundenpreisen niederschlägt.

Milliarden für Infrastruktur und E-Mobilität

Neben den Personalkosten treibt auch das Investitionsprogramm die Ausgaben in die Höhe. DHL modernisiere und erweitere kontinuierlich sein Netz aus Transport-, Sortier- und Zustellkapazitäten. Ein besonderer Schwerpunkt liege auf dem Ausbau der Paketautomaten: Die Zahl der Pack- und Poststationen soll bis 2030 von derzeit 16.500 auf 30.000 nahezu verdoppelt werden. Die Automaten gelten als besonders kundenfreundlich, da sie rund um die Uhr zugänglich sind und an zentralen Standorten im öffentlichen Raum platziert werden.

Parallel dazu treibt DHL die Elektrifizierung seiner Zustellflotte voran. Im Rahmen der konzernweiten Klimastrategie will die DHL Group bis 2050 netto Null-Emissionen erreichen. Die Umstellung auf Elektrofahrzeuge ist dabei ein zentraler Baustein – und ein kostspieliger dazu. Ladeinfrastruktur, Fahrzeugbeschaffung und Umrüstung der Logistikstandorte erfordern Investitionen in Milliardenhöhe.

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