Lufthansa startet Internet für Passagiere mit Starlink
Schnelles Internet auch im Flugzeug nutzen zu können, ist der Wunsch vieler Passagiere. Bisher setzte die Lufthansa dafür auf der Kurz- und Mittelstrecke das European Aviation Network (EAN) unter dem Namen FlyNet, eine Kombination aus dem Inmarsat-Satelliten und einem bodengebundenen LTE-Netz der Deutschen Telekom. Auf der Langstrecke lieferte Panasonic Avionics Satellitenverbindungen die Konnektivität für die Großraumflugzeuge der Flotte.
Doch jetzt hat die deutsche Airline mit "WiFi powered by Starlink" einen neuen Partner und diesen Dienst mit einem ersten Flug zwischen Frankfurt und Rom in einem Airbus A320neo kommerziell gestartet. In rund 10.000 Metern Höhe schaltete der Lufthansa-Airlines-CEO Jens Ritter das satellitengestützte System persönlich frei. Laut dem Unternehmen wurden dann bereits Download-Geschwindigkeiten von bis zu 380 MBit/s und eine Latenz von 20 Millisekunden erreicht, was auch anspruchsvolle Aufgaben wie Streaming von Videos oder Cloud-basiertes Arbeiten ermögliche.
Das Angebot ist in allen Reiseklassen für Kunden des Bonussystems Miles & More und für Nutzer des Kundenkontos Travel ID kostenfrei. Wie schon beim Vorgänger FlyNet ist Mastercard Sponsor des Dienstes. Die Nutzungsbedingungen umfassen auch bestimmte Regeln, andere Passagiere nicht zu stören: So sollen beim Medienkonsum Kopfhörer getragen werden, Sprach- und Videotelefonate sind ebenfalls untersagt.
Noch in diesem Jahr sollen bis zu zehn weitere A320-Flugzeuge bei Lufthansa und Lufthansa City Airlines nachgerüstet werden. Bis 2029 sollen konzernweit rund 850 Flugzeuge mit dem Highspeed-Internet ausgestattet sein, darunter auch solche der Töchter Austrian Airlines, Brussels Airlines und Swiss. Der Einbau der flachen Module erfolgt größtenteils während der ohnehin nötigen Wartungen bei Lufthansa-Technik in Berlin.