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Mitel bestätigt Chapter-11-Antrag

Vergangene Woche kursierten Gerüchte, dass der UC-Spezialist Gläubigerschutz nach Chapter 11 beantragen könnte. Nun hat Mitel das Vorhaben bestätigt und erklärt die Hintergründe sowie die nächsten Schritte.
© (Quelle: Vitalii Vodolazskyi / Shutterstock)

Nun ist es also offiziell: Mitel gab heute bekannt, dass es eine Vereinbarung mit einer Ad-hoc-Gruppe seiner vorrangigen Kreditgeber und weiteren Interessenvertretern getroffen hat, um seine Schulden zu rekapitalisieren – wie es im Fachjargon heißt. Übersetzt bedeutet es, dass der Hersteller offiziell Gläubigerschutz nach Chapter 11 anmeldet. Dies ist nicht zu vergleichen mit einem deutschen Insolvenzverfahren und soll vor allem dabei helfen, die Finanzierung zu sichern. Der Wettbewerber Avaya hat dieses Verfahren schon zwei Mal abgeschlossen. Die Einreichung betrifft laut dem Hersteller ausschließlich bestimmte Mitel-Einheiten in den USA, Kanada und Großbritannien.

Wie kam es zu der finanziellen Schieflage? Die hohe Schuldenlast entstand laut Mitel aus der Privatisierung des Unternehmens im Jahr 2018 und dem daraus resultierendem Delisting der Börse. Die Akquisition von Unify im Herbst 2023 dürfte allerdings auch dazu beigetragen haben.

Und wie geht es nun weiter? Mitel hat offenbar eine Zusage für eine neue Ausstiegsfinanzierung in Höhe von 64,5 Millionen US-Dollar nach Abschluss des Plans erhalten, um den Fortgang des Betriebs des Unternehmens zu unterstützen. Dieser Prozess wird dazu führen, dass die Bilanz des Unternehmens um etwa 1,15 Milliarden US-Dollar entlastet wird und der jährliche Zinsaufwand um etwa 135 Millionen US-Dollar sinkt. Für Partner und Kunden soll sich nichts ändern. Allerdings sorgt Chapter 11 – auch wenn nicht alle Regionen betroffen sind – für eine Verunsicherung bei Kunden, und auch bei Partnern. Die werden sich nun schwerer tun, Mitel-Systeme zu vermarkten.

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