Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 2 Min.

Satelliten schließen Lücken im Telekom-Netz

Die Telekom erweitert ihr Portfolio um Satellitenkonnektivität. Gemeinsam mit Iridium soll die Abdeckung für vernetzte Geräte künftig auch dort funktionieren, wo Mobilfunknetze an ihre Grenzen stoßen.

Das Satellitennetz von Iridium besteht aus 66 erdnahen Satelliten und soll künftig auch direkt mit Telekom-Geräten kommunizieren

© (Quelle: Iridium)

Die Deutsche Telekom setzt bei der Vernetzung von Maschinen und Sensoren künftig auch auf Satelliten. Dafür hat der Konzern einen Vertrag mit dem US-Betreiber Iridium geschlossen, der seit den 1990er-Jahren ein weltweites Netz aus erdnahen Satelliten (Low Earth Orbit, LEO) betreibt. Ziel ist es, Geräte auch außerhalb der Reichweite klassischer Mobilfunkmasten anzubinden – etwa in der Schifffahrt, in abgelegenen Industrieanlagen oder im Energiesektor.

Technisch basiert die Kooperation auf dem sogenannten Direct-to-Device-Ansatz. Dabei greifen die Endgeräte automatisch auf terrestrische Netze zu, solange diese verfügbar sind. Fehlt die Abdeckung, übernimmt ein Iridium-Satellit die Verbindung. Die Telekom setzt hier auf den 3GPP-Standard für nicht-terrestrische Netze (NTN), der die Integration von Satellitenkommunikation in 5G vorsieht. Vorteil für Anwender: Es sind keine speziellen Endgeräte erforderlich, sondern nur Module, die mit beiden Netzen arbeiten können.

Für Geschäftskunden erweitert die Telekom ihr IoT-Portfolio um eine globale Reichweite. Branchen wie Logistik, Energie oder Landwirtschaft können damit Systeme vernetzen, die bislang wegen fehlender Netzabdeckung offline bleiben mussten. Angaben zu Vertragslaufzeit oder finanziellen Details machten die Partner nicht.

Mit Iridium setzt die Telekom auf einen Anbieter, der seit Jahrzehnten im Satellitenmarkt etabliert ist. Das Unternehmen betreibt 66 aktive Satelliten und positioniert sich im Wettbewerb mit neuen Konstellationen wie Starlink oder AST SpaceMobile bewusst über Standardisierung und Integration in bestehende Mobilfunknetze.

Für den klassischen Telekommunikationsfachhandel spielt die Vereinbarung zunächst keine Rolle. Langfristig könnten sich jedoch Anknüpfungspunkte ergeben, etwa wenn Systemhäuser oder Geschäftskunden-Projekte von der erweiterten Netzabdeckung profitieren.

Neueste Beiträge

Peoplefone setzt Stammtisch-Reihe fort - Channel-Events
Der Cloud-Telefonie-Anbieter Peoplefone startet seine bundesweite Stammtisch-Reihe „peoplefone Connect“ erneut. Das Format richtet sich an Partner und Systemhäuser und soll den Austausch im B2B-TK-Channel stärken.
2 Minuten
12. Feb 2026
Notruf-Bilanz: Smartphones retten Leben - Mobilfunk
Zum „Tag des Notrufs“ haben die drei Netzbetreiber einige Zahlen veröffentlicht, die zeigen, wie wichtig Mobilfunk in Notfällen ist. Zudem führen sie Neuerungen ein.
3 Minuten
13. Feb 2026
Telekom bringt IoT per Satellit ins Netz - Konnektivität
Die Deutsche Telekom kombiniert erstmals Mobilfunk und Satellit für IoT-Anwendungen. Geräte können künftig weltweit Daten auch ohne terrestrische Netzabdeckung übertragen. Das eröffnet neue Einsatzfelder für Industrie, Logistik und Infrastruktur.
3 Minuten
13. Feb 2026
TH-Newsletter-Web-1920x1080.jpg

Die Top-News des Tages direkt aus der Redaktion

mit dem Telecom Handel Newsletter

Das könnte Sie auch interessieren

Samsung erweitert den B2B-Vertrieb - Partnerkonferenz
Auf einem Rheinschiff in Düsseldorf fand die Samsung Partner Conference statt. Im B2B-Vertrieb will sich der Hersteller künftig verstärkt um mittlere Unternehmen kümmern.
3 Minuten
11. Feb 2026
EU Data Act tritt in Kraft und sorgt für Unsicherheit - Digitalpolitik
Der europäische Data Act soll regeln, wie nicht-personenbezogene Daten genutzt und geteilt werden – etwa von vernetzten Geräten oder über Cloud-Dienste. Während die EU den Rahmen vorgibt, fehlen in Deutschland noch klare Strukturen für Aufsicht und Umsetzung.
3 Minuten
12. Sep 2025
Mitel schafft erste Etappe im Gläubigerschutz-Antrag - Chapter 11
Im März hatte Mitel Chapter 11 für einige Landesgesellschaften beantragt. Nun gibt es eine gerichtliche Genehmigung für den ausgearbeiteten Plan und auch die Anteilseigner haben ihre Zustimmung signalisiert.
2 Minuten
22. Apr 2025
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige