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Lesedauer 3 Min.

Stargate: Trump gibt Infrastrukturprojekt zu KI bekannt

Kurz nach seinem Amtsantritt sorgt US-Präsident Donald Trump im Tech-Sektor für Aufsehen. 500 Milliarden Dollar werden verschiedene Unternehmen laut Donald Trump in die KI-Infrastruktur investieren. Zuvor hatte der US-Präsident die KI-Regulierung aufgehoben.

US-Präsident Donald Trump

© (Quelle: Anna Moneymaker shutterstock)

Dass es nicht einfach wird, war klar – dass es so schnell geht, nicht: US-Präsident Donald Trump hat den Start eines Infrastrukturprojekts zur künstlichen Intelligenz (KI) namens Stargate bekannt gegeben, das Investitionen von mindestens 500 Milliarden Dollar (479,6 Milliarden Euro) in den USA nach sich ziehen soll. Das Geld werde in „KI-Infrastruktur in den USA investiert“, sagte Trump. Auf diese Weise sollen mehr als 100.000 Arbeitsplätze geschaffen werden.

Der Republikaner machte die Ankündigung in Anwesenheit der Chefs des KI-Entwicklers OpenAI, des japanischen Softbank-Konzerns sowie des US-Software- und Hardware-Herstellers Oracle. Die drei Unternehmen sollen das Stargate-Projekt tragen. Stargate werde die Infrastruktur aufbauen, darunter „kolossale Datenzentren“, um die Fortschritte bei der Weiterentwicklung von KI-Anwendungen voranzutreiben, kündigte der Präsident weiter an.

Trump hatte zuvor ein Dekret seines Vorgängers Joe Biden zur Regulierung von künstlicher Intelligenz aufgehoben. Die USA, in denen die bedeutendsten KI-Entwickler tätig sind, haben somit keine gültigen staatlichen Richtlinien zur Entwicklung von KI-Modellen mehr. Das ursprüngliche US-Regelwerk sah vor, dass große KI-Entwickler wie OpenAI und Google ihre Sicherheitsbewertungen und weitere zentrale Informationen an Bundesbehörden weitergeben. Es beruhte jedoch weitgehend auf der freiwilligen Mitarbeit der Unternehmen. Große Technologiekonzerne unterstützten die Regelung, kleinere KI-Firmen waren dagegen.

Dass diese gewaltigen Summen in einen vollkommen unregulierten Markt investiert werden sollen, erfüllt viele mit Sorge. Zu diesen gehört unter anderem auch Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. In einem offiziellen Statement des Branchenverbandes warnt er einerseits von der Dominanz der USA beim Thema KI: „Die USA erklären Künstliche Intelligenz zur Schlüsseltechnologie der Zukunft – und machen eine Ansage an den Rest der Welt. Deutschland und Europa müssen die KI-Initiative aus den USA als ultimativen Weckruf verstehen. Während wir in Deutschland die von 2020 bis 2025 in der KI-Strategie vorgesehenen 5 Milliarden Euro nicht einmal vollständig investiert haben, wollen in den USA Unternehmen flankiert von der Politik in einem gewaltigen Programm 500 Milliarden Dollar in KI-Technologie und -Infrastruktur investieren. Zieht die EU nicht nach und erhöht die eigenen Anstrengungen massiv, wird die US-Führungsrolle bei KI ebenso zementiert werden wie unsere digitale Abhängigkeit. Dazu gehört neben Geld und mehr Unterstützung für europäische KI-Unternehmen auch, Künstliche Intelligenz nicht immer zuallererst als Bedrohung, sondern als Chance wahrzunehmen und den Regulierungsrahmen zu lockern.“

Andererseits erklärt er, dass eine unregulierte KI-Entwicklung und -Nutzung nicht der europäische Weg sein könne. „Stattdessen brauchen wir eine Regulierung, die die Menschen dort schützt, wo es darauf ankommt, und zugleich Wirtschaft und Wissenschaft Freiraum gibt, KI-Technologien zu entwickeln und in den Markt zu bringen.“

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