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T-Systems schafft Posten für digitale Souveränität

Christine Knackfuß-Nikolic wird erste Chief Sovereignty Officer bei T-Systems. Mit Andreas Schlegel rückt zugleich ein erfahrener Stratege in die Geschäftsleitung.

Andreas Schlegel, neuer Chief Strategy & Transformation Officer, und Christine Knackfuß-Nikolic, erste Chief Sovereignty Officer von T-Systems

© (Quelle: T-Systems)

T-Systems ordnet seine Führung neu und schafft erstmals eine Position, die sich ausschließlich dem Thema digitale Souveränität widmet. Zum 1. September übernimmt Christine Knackfuß-Nikolic die Rolle der Chief Sovereignty Officer. Die bisherige Chief Technology Officer verantwortet damit künftig die Definition und Umsetzung einer unternehmensweiten Souveränitätsstrategie. Knackfuß-Nikolic bleibt zugleich Leiterin des Security-Geschäfts und Mitglied der Geschäftsleitung.

Mit dem neuen Posten reagiert T-Systems auf die wachsende Bedeutung digitaler Souveränität für Unternehmen und öffentliche Einrichtungen in Europa. Kunden fordern verstärkt Lösungen, die regulatorische und geopolitische Anforderungen berücksichtigen und die Abhängigkeit von internationalen Hyperscalern verringern. Knackfuß-Nikolic soll differenzierte Angebote entwickeln, die diese Anforderungen in unterschiedlichen Branchen und Märkten adressieren.

„Der Ruf nach digitaler Souveränität wird immer lauter“, erklärte T-Systems-Chef Ferri Abolhassan bei der Vorstellung der neuen Struktur. Unternehmen in Deutschland und Europa wollten sich stärker von großen internationalen Cloud-Anbietern unabhängig machen und die Kontrolle über ihre Daten zurückgewinnen. T-Systems verweist in diesem Zusammenhang auf den Start der „T Cloud“, mit der der Konzern sichere und souveräne Cloud- und KI-Lösungen aus einer Hand anbieten will.

Neuer Verantwortlicher für Strategie und Transformation

Ebenfalls zum 1. September tritt Andreas Schlegel in die Geschäftsleitung von T-Systems ein. Er übernimmt die Rolle des Chief Strategy & Transformation Officer. Damit folgt er auf Knackfuß-Nikolic, die diese Aufgaben bislang in ihrer Funktion als CTO verantwortete. Schlegel soll die Unternehmensstrategie weiterentwickeln und für Innovationsführerschaft, Wettbewerbsdifferenzierung und ein schlankes Portfolio-Management sorgen.

Schlegel war zuletzt stellvertretender Leiter der Konzernstrategie der Deutschen Telekom. 2023 führte er die Abteilung acht Monate lang interimistisch. Der Diplom-Kaufmann und MBA arbeitete zuvor viele Jahre als Unternehmensberater bei Bain & Company, ab 2010 als Partner mit Schwerpunkt auf Telekommunikationsunternehmen. Seit 2014 war er bei der Deutschen Telekom in verschiedenen strategischen Funktionen tätig.

Mit den personellen Veränderungen positioniert sich T-Systems deutlicher im Geschäft mit Cloud- und Sicherheitslösungen. Der Konzern will sich als Anbieter für digitale Souveränität in Europa profilieren und damit ein Feld besetzen, das in der politischen und wirtschaftlichen Debatte zunehmend Gewicht erhält. Knackfuß-Nikolic soll dafür den Rahmen setzen, während Schlegel die Gesamtstrategie und Transformation des Unternehmens weiter vorantreibt.

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