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Telekom setzt auf Starlink gegen weiße Flecken

Mit satellitengestützter Direktverbindung will die Deutsche Telekom Funklöcher in Europa schließen. Gemeinsam mit Starlink soll der Dienst ab 2028 in mehreren Ländern starten.
Telekom setzt auf Starlink
© Telekom

Die Deutsche Telekom AG erweitert ihr Mobilfunknetz um satellitengestützte Direktkonnektivität. Partner ist Starlink, das Satelliteninternet-Angebot von SpaceX. Ziel ist es, Mobilfunk dort verfügbar zu machen, wo der klassische Netzausbau an Grenzen stößt – etwa in Naturschutzgebieten oder in topografisch schwierigen Regionen.

Technisch basiert der Dienst auf dem sogenannten Direct-to-Device-Ansatz. Kompatible Smartphones sollen sich künftig direkt mit den Satelliten verbinden können, sobald kein terrestrisches Mobilfunksignal – etwa 5G – mehr verfügbar ist. Die Verbindung läuft über das MSS-Spektrum (Mobile Satellite Service) von Starlink.

Laut Telekom-Vorstand Abdu Mudesir ergänzt die Satellitenanbindung das bestehende Netz strategisch. Sie soll keine Alternative zum klassischen Mobilfunkausbau sein, sondern eine zusätzliche Versorgungsebene. Starlink-Managerin Stephanie Bednarek spricht von der ersten Vereinbarung dieser Art in Europa auf Basis der neuen V2-Satellitengeneration. Neben Messaging sind perspektivisch auch Sprach- und Datendienste vorgesehen.

Bis zum geplanten Marktstart Anfang 2028 soll die Zahl kompatibler Endgeräte in Europa wachsen. Voraussetzung ist der weitere Aufbau der V2-Satellitenkonstellation.

Fokus auf Versorgungslücken und Krisenfestigkeit

Die Telekom verweist darauf, dass sie in Deutschland eine 5G-Flächenabdeckung von rund 90 Prozent sowie eine LTE-Abdeckung von mehr als 92 Prozent erreicht. Sprachdienste seien auf bis zu 99 Prozent der Fläche verfügbar.

Dennoch bleiben Restflächen ohne stabile Versorgung. Genau dort soll die satellitengestützte Mobilfunkanbindung greifen. Zusätzlich sieht der Konzern Vorteile bei der Netzresilienz, etwa bei Naturkatastrophen oder längeren Stromausfällen, wenn terrestrische Infrastruktur beeinträchtigt ist.

Der geplante Start betrifft mehrere europäische Landesgesellschaften, darunter auch Deutschland. Details zu Tarifen, Endgeräteanforderungen oder konkreten Marktterminen nennt das Unternehmen bislang nicht.

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