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30 Jahre Telekom: Festakt in Bonn mit Ausblick auf die digitale Zukunft

Mit rund 500 Gästen hat die Deutsche Telekom in Bonn ihr 30-jähriges Bestehen gefeiert. CEO Tim Höttges betonte den Wandel zum globalen Konzern und kündigte neue Infrastrukturprojekte und KI-Pläne an.

Gelöste Stimmung vor der acht Meter hohen Elefanten-Skulptur: Nathanael Liminski, Katja Dörner, Tim Höttges, Künstler Miquel Barceló und Kunststiftungschef Walter Smerling bei der Enthüllung in Bonn

© (Quelle: Deutsche Telekom)

Die Deutsche Telekom hat am Donnerstagabend in Bonn das 30-jährige Bestehen des Unternehmens gefeiert. Zum Festakt waren rund 500 geladene Gäste aus Wirtschaft, Politik, Medien und Gesellschaft erschienen. Im Mittelpunkt standen neben der Rückschau auf drei Jahrzehnte Telekom-Geschichte vor allem Zukunftsthemen wie digitale Infrastruktur, künstliche Intelligenz und neue Geschäftsmodelle.

Telekom-CEO Tim Höttges betonte in seiner Rede die Transformation des Konzerns seit der Privatisierung 1995: vom ehemals national geprägten Telekommunikationsanbieter zur internationalen Technologiemarke mit heute rund 200.000 Beschäftigten in 39 Ländern. „Unser Erfolg ist kein Zufall. Er ist das Resultat aus Zuversicht, Beharrlichkeit und dem Glauben an die eigene Zukunft“, so Höttges. Als roten Faden nannte er den Wandel – nicht als Reaktion, sondern als aktiven Gestaltungsprozess.

Die Entwicklung des Konzerns unterstreichen auch die Zahlen: Die Zahl der Kunden stieg seit 1995 von rund 37 Millionen auf heute rund 300 Millionen, der Umsatz wuchs von 34 Milliarden auf rund 116 Milliarden Euro. Der Börsenwert vervierfachte sich auf rund 155 Milliarden Euro.

Höttges stellte zugleich klar, dass auf dem Erreichten keine Ruhepause folgen dürfe. „Wir müssen unsere Infrastruktur weiterentwickeln, dürfen uns aber nicht auf ihr ausruhen.“ Mit Blick auf künstliche Intelligenz sprach er von einer bevorstehenden Revolution: „Wenn wir unsere globale Stärke nutzen, können wir neue, bahnbrechende Dienste entwickeln.“ Auch das Thema Rechenzentren und sogenannte KI-Fabriken sei für die Telekom von zentraler Bedeutung – als Beitrag zur digitalen Souveränität Europas.

Symbolträchtig war die Enthüllung der Skulptur „Grand elefant dret“ vor der Konzernzentrale: Ein acht Meter hoher Elefant aus Bronze, der auf dem Rüssel steht – geschaffen vom spanischen Künstler Miquel Barceló. Die Skulptur stehe für Stabilität und Stärke, aber auch für Leichtigkeit und unerwartete Wendungen. „Wir wollen den Elefanten zum Tanzen bringen und als Unternehmen immer wieder das Unmögliche möglich machen“, sagte Höttges.

Ein technisches Highlight des Abends war eine musikalische Weltpremiere mit digitalem Anspruch: Zwei Pianisten spielten ein vierhändiges Stück gleichzeitig auf einem selbstspielenden Steinway-Flügel – live aus Bonn und ferngesteuert aus dem Spirio-Studio in Hamburg. Möglich wurde dies durch die Netz-Infrastruktur der Telekom, die das komplexe Spiel synchronisierte.

Die Jubiläumsfeierlichkeiten gehen am Samstag, 12. Juli, mit einem öffentlichen Stadtfest in die nächste Runde. Die Telekom lädt Bürgerinnen und Bürger zu rund 70 Aktionen für die ganze Familie ein. Höhepunkte sind Konzerte von Clueso, Zartmann und Chilly Gonzales, ein Riesenrad am Rheinufer und Bonns größte Drohnenshow.

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