Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Digitalministerium veröffentlicht Bericht zum Glasfaserausbau

Das neue Bundesminsterium für Digitales und Staatsmodernisierung hat erstmals einen umfassenden Bericht zum Stand des Glasfaserausbaus in Deutschland veröffentlicht.
© (Quelle: Miguel Guasch / Shutterstock)

Um „Transparenz für alle Beteiligten“ zu schaffen, hat das neu geschaffene Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung seinen Bericht zum Stand des Glasfaserausbaus veröffentlicht. Hierfür wurden erstmals adressgenaue Daten des Breitbandatlas des Bundes zur Breitbandversorgung mit Stand Juni 2024 zusammen mit Daten zur Breitbandförderung des Bundes umfangreich ausgewertet.

Demnach hat der Glasfaserausbau in Deutschland seit 2021 deutlich an Geschwindigkeit gewonnen. Bis Mitte 2024 wurde die Versorgung der privaten Haushalte innerhalb von zwei Jahren auf rund 35,7 Prozent nahezu verdoppelt. Das entspricht einem Zuwachs von 1,8 Millionen Haushalten pro Halbjahr. Der Großteil der Haushalte ohne Glasfaserversorgung liegt in städtischen (15,1 Millionen) und halbstädtischen Gemeinden (8,9 Millionen). In ländlichen Gebieten sind noch 2,9 Millionen Haushalte unversorgt.

Vielfältige Anbieterstruktur

Insgesamt haben 302 Telekommunikationsunternehmen eine Glasfaserversorgung an den Breitbandatlas des Bundes gemeldet. Für die Zwecke des Berichts wurden die Unternehmen anhand ihrer Geschäftsmodelle, Historie und Eigentümerstruktur in sieben Kategorien eingeordnet.

Dabei zeigt sich die Fragmentierung des Marktes: Die drei Kategorien „Incumbent“ (Deutsche Telekom, GlasfaserPlus und Glasfaser Nordwest), „Stadtwerke“ (mehr als 10.000 Anschlüsse) und „Investorenmodelle“ erreichen zusammen fast 80 Prozent der aktuellen Glasfaserversorgung. Demgegenüber versorgen knapp zwei Drittel der Unternehmen (196) jeweils weniger als 10.000 Haushalte und leisten zusammen etwas mehr als 3 Prozent der Glasfaserversorgung.

Anbieter der Kategorien „Investorenmodelle“, „Stadtwerke“ und „Sonstige Privatunternehmen“ bauen eher als Unternehmen anderer Kategorien flächendeckend aus. Sie erreichen eine durchschnittliche eigenwirtschaftliche Ausbauquote von über 70 Prozent der Haushalte einer Gemeinde.

Demgegenüber decken die Kategorien „Incumbent“ und „Private Energieversorger“ im Durchschnitt lediglich rund 45 beziehungsweise 56 Prozent der Haushalte einer Gemeinde ab. Unternehmen der Kategorie „Incumbent“ bleiben am weitesten hinter dem eigenwirtschaftlichen Ausbaupotenzial zurück und erschließen häufiger Haushalte, die bereits über einen gigabitfähigen Kabelfernsehanschluss (HFC) verfügen.

Der gesamte Bericht, der auch separate Auswertungen für alle Bundesländer enthält, kann beim Ministerium kostenlos heruntergeladen werden.

Neueste Beiträge

Thomas Muschalla wechselt von Gamma zu Enreach
Enreach schafft den neuen Posten des Senior Business Development Managers und besetzt diesen mit Thomas Muschalla. Der Vertriebler mit viel Erfahrung im UCC-Bereich war vorher für Gamma als Sales Director tätig.
3 Minuten
2. Apr 2026
Tim Höttges: „Verlässlichkeit macht einen Unterschied."
Auf der Hauptversammlung der Telekom zog der Vorstandvorsitzende Tim Höttges eine positive Bilanz und kündigt deshalb für die Aktionäre des Unternehmens eine Dividende in Rekordhöhe an.
3 Minuten
2. Apr 2026
Apple wird 50 und feiert weltweit mit Stars
Apple wurde vor 50 Jahren gegründet. Die Kultmarke feierte das im März mit einer Reihe von Events in Nordamerika, Europa und Asien. Das sind die Highlights in Bildern:
1 Minute
2. Apr 2026
TH-Newsletter-Web-1920x1080.jpg

Die Top-News des Tages direkt aus der Redaktion

mit dem Telecom Handel Newsletter

Das könnte Sie auch interessieren

Amazon plant offenbar ein eigenes Smartphone
Amazon entwickelt offenbar ein eigenes Smartphone. Das berichtet Reuters unter Berufung auf Insider im Unternehmen. Es wäre der zweite Anlauf in diesem Segment für den Web-Riesen.
2 Minuten
23. Mär 2026
Telekom-Technikchef verlässt Konzern überraschend
Der für Technik und Produkte zuständige Vorstand Abdu Mudesir verlässt die Deutsche Telekom nach nur wenigen Monaten im Amt. Eine Nachfolge ist bislang nicht geregelt.
2 Minuten
25. Mär 2026
Europäisches Jolla Phone wird bald Realität
Nachdem genug Vorbestellungen vorliegen, will das finnische Unternehmen Jolla die Produktion seines Smartphones mit der Android-Alternative Sailfish OS starten.
3 Minuten
12. Mär 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige