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Lesedauer 3 Min.

Drei Tage pro Woche online – Smartphone dominiert

Die Deutschen verbringen im Schnitt 72 Stunden pro Woche im Internet. Besonders das Smartphone hat sich als wichtigstes Gerät etabliert – mit deutlichem Abstand vor Laptop und PC.
© (Quelle: shutterstock / DavideAngelini)

Die Bundesbürger sind so lange online wie nie zuvor. Im Schnitt verbringen sie 72 Stunden pro Woche im Netz – das entspricht drei vollen Tagen. Vor fünf Jahren waren es noch 56 Stunden. Das zeigt die aktuelle Postbank Digitalstudie 2025, für die mehr als 3.000 Menschen in Deutschland befragt wurden. Besonders groß ist der Unterschied zwischen den Generationen: Während die 18- bis 39-Jährigen wöchentlich fast 86 Stunden im Internet verbringen, kommen die über 40-Jährigen auf rund 65 Stunden.

Unangefochten an der Spitze der Geräte steht das Smartphone. 88 Prozent der Befragten nutzen es regelmäßig für den Internetzugang – im Schnitt 26 Stunden pro Woche. Damit verbringen die Deutschen mehr Zeit mit dem Handy online als mit allen anderen Geräten. Auf Platz zwei folgen Laptops und Notebooks, die von 64 Prozent genutzt werden und auf rund elf Wochenstunden kommen. Desktop-PCs erreichen einen Anteil von 46 Prozent mit etwa zehn Stunden, Tablets liegen bei 40 Prozent.

88 Prozent der Deutschen nutzen 2025 das Smartphone fürs Internet – deutlich vor Laptop, Tablet und Desktop-PC

© Quelle: Postbank

„Das Internet ist der zentrale Taktgeber im Alltag. Messenger, Streaming, aber auch das mobile Banking sind für viele inzwischen selbstverständlich“, sagt Thomas Brosch, Leiter Digitalvertrieb der Postbank. „Dabei ist das Smartphone zum ständigen Begleiter geworden, mit großem Abstand vor Laptops und Tablets.“

Am beliebtesten sind Messenger-Dienste wie WhatsApp oder Signal, die 81 Prozent der Befragten mehrmals pro Woche bis täglich verwenden. Knapp sieben von zehn suchen regelmäßig online nach Informationen, ebenso viele sind in sozialen Netzwerken aktiv. Etwa die Hälfte schaut Videos oder nutzt Streaming-Plattformen, rund 49 Prozent erledigen ihre Bankgeschäfte online. Besonders Banking-Apps haben in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen: Laut Brosch sind sie „für viele zum Hauptzugang beim Banking geworden“.

Wunsch nach weniger Zeit im Netz

Trotz des Rekordwerts will die Mehrheit ihre Online-Zeit nicht weiter ausdehnen. 72 Prozent der Befragten geben an, ihr Verhalten stabil halten zu wollen. 19 Prozent planen, ihre Internetnutzung künftig einzuschränken. Besonders deutlich ist dieser Trend in der jüngeren Generation: 36 Prozent der 18- bis 39-Jährigen möchten weniger Zeit im Netz verbringen. Bei den über 40-Jährigen sind es immerhin noch 12 Prozent.

36 Prozent der 18- bis 39-Jährigen und 12 Prozent der über 40-Jährigen wollen ihre Online-Zeit reduzieren

© Quelle: Postbank

Damit zeigt die Postbank Digitalstudie 2025 ein doppeltes Bild: Einerseits wächst die Abhängigkeit vom Internet weiter, allen voran vom Smartphone. Andererseits wächst vor allem bei jüngeren Nutzern das Bewusstsein, Grenzen setzen zu müssen und digitale Pausen einzulegen.

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