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Lesedauer 3 Min.

Freenet TV reagiert auf veränderte Sehgewohnheiten

Mit kürzeren Laufzeiten, neuem Design und einem zusätzlichen Vertriebspartner passt Freenet TV sein Angebot an die gestiegene Nachfrage nach Flexibilität an.
© (Quelle: Freenet)

Freenet TV richtet sein Angebot neu aus. Ziel der Maßnahmen ist eine stärkere Kundenorientierung sowie eine bessere Vermarktbarkeit der Produkte am Point of Sale. So sind seit kurzem Guthabenkarten mit einer Laufzeit von nur sechs Monaten erhältlich, zunächst allerdings nur in ausgewählten Märkten. Wie das Unternehmen auf Nachfrage von Telecom Handel erläutert, handelt es sich nicht um eine Reaktion auf konkrete Verkaufszahlen, sondern um eine strategische Ergänzung zum bestehenden Laufzeitmodell. Bislang konnten Kundinnen und Kunden zwischen einem monatlich kündbaren Abo und einer 12-Monats-Guthabenkarte wählen. Letztere war – so Freenet – vor allem im Unterhaltungselektronikhandel als Instrument zur Kundenbindung und Umsatzplanung etabliert. Die neue Laufzeitvariante soll nun gezielt jene Käufer ansprechen, die zwar auf Flexibilität setzen, aber weiterhin eine Guthabenkarte bevorzugen.

Auch das Hardware-Produkt wurde angepasst: Der Hybrid TV Stick enthält nun drei Monate Freenet TV. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 69 Euro. Trotz der kürzeren Laufzeit sei die Marge für den Handel laut Freenet identisch mit jener der 12-Monats-Variante. Der niedrigere Einstiegspreis solle die Kaufbereitschaft erhöhen, zugleich verspreche man sich durch die frühere Verlängerung der kürzeren Laufzeitkarten zusätzlichen Umsatz im Handel.

Parallel dazu wurde das Design überarbeitet. Freenet TV präsentiert sich nun im Markenlook des Konzerns. Überarbeitete Verpackungen und neue Werbemittel sollen die Sichtbarkeit am POS erhöhen und die Wiedererkennung im Handel verbessern. Die Umstellung erfolgt schrittweise.

Im Vertrieb setzt Freenet TV zusätzlich auf einen neuen Partner: Der Vertriebsspezialist SVS übernimmt die Vermarktung in Online-Kanälen und bei jenen stationären Händlern, die bisher nicht direkt vom Unternehmen beliefert wurden. Dazu zählen vor allem Marktplätze und ausgewählte Fachhandelspartner. Die klassischen Unterhaltungselektronikhändler wie MediaMarkt, Saturn, Expert, Euronics, ElectronicPartner und Medimax werden weiterhin direkt bedient. Auch im eigenen Onlineshop sowie in einigen Freenet Shops sind die Produkte erhältlich.

Der klassische Telekommunikationsfachhandel ist zwar nicht explizit Hauptzielgruppe, aber in Teilen über SVS eingebunden. Insgesamt liegt der Fokus der Neuausrichtung deutlich auf dem Retail-Umfeld sowie dem Onlinevertrieb. Die jüngsten Anpassungen – von der neuen Laufzeit über das modernisierte Design bis hin zur Umstellung im Vertrieb – sind somit in erster Linie eine Reaktion auf das veränderte Konsumverhalten im TV-Bereich.

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