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Google startet mit Pixel 10 in die KI-Ära

Neue Smartphones, ein robusteres Foldable, eine stark überarbeitete Smartwatch und günstigere Buds mit ANC: Google bringt nahezu sein komplettes Pixel-Portfolio in neuer Generation.

Lifestyle-Aufnahme des Pixel 10 in Indigo mit überarbeiteter Kameraleiste

© (Quelle: Google)

Mit der Pixel-10-Serie erneuert Google seine Kernprodukte. Wie schon im Vorjahr gibt es drei Varianten: Pixel 10, Pixel 10 Pro und Pixel 10 Pro XL. Alle Modelle arbeiten mit dem neuen Tensor G5-Prozessor, der nach Googles Angaben das bislang größte Upgrade der hauseigenen Chipentwicklung darstellt. Er unterstützt das Gemini-Nano-Modell direkt auf dem Gerät und ermöglicht damit KI-gestützte Funktionen, ohne dass Daten zwingend in die Cloud müssen.

Das Design bleibt klar an der Pixel-Linie erkennbar, die Kameraleiste wurde jedoch überarbeitet. Neu ist auch die Pixelsnap-Technologie, die kabelloses Laden nach Qi2 erlaubt und magnetische Accessoires unterstützt. Die Geräte bestehen aus einem höheren Anteil recycelter Materialien als die Vorgänger.

Beim Display legt Google sichtbar nach: Das 6,3-Zoll-Actua-Panel des Basismodells erreicht nun bis zu 3.000 cd/m² – damit sind Inhalte selbst bei Sonnenlicht gut ablesbar. Die Pro-Modelle erhalten das hellste Super-Actua-Display, wahlweise in 6,3 oder 6,8 Zoll (XL).

Auch die Kameras wurden weiterentwickelt. Das Pixel 10 bringt ein 5-fach-Teleobjektiv, während die Pro-Modelle mit Dreifachkamera und „Pro-Resolution-Zoom“ bis zu 100-fache Vergrößerungen ermöglichen. Unterstützt wird das durch KI-gestützte Bildverarbeitung, etwa den neuen „Kamera-Coach“, der Tipps zur Aufnahme in Echtzeit gibt.

Zur Ausstattung gehören verbesserte Lautsprecher, bis zu 16 GB RAM sowie schnelleres Laden. Die Akkus sollen länger durchhalten als in der 9er-Generation, die teils Kritik für ihre Laufzeiten erhielt. Google garantiert wie gewohnt sieben Jahre OS- und Sicherheitsupdates.

Die Preise starten bei 899 Euro (Pixel 10, 128 GB), 1.099 Euro (Pixel 10 Pro, 128 GB) und 1.299 Euro (Pixel 10 Pro XL, 256 GB). Verkaufsstart ist der 28. August. Käufer eines Pro-Modells erhalten ein Jahr Google AI Pro kostenlos.

Pixel 10 Pro Fold: robusteres Scharnier, größeres Display

Parallel kommt das Pixel 10 Pro Fold, das die 9er-Generation klar übertrifft. Auffällig ist das neue Scharnier aus Aluminium in Luftfahrtqualität, das laut Google doppelt so langlebig ist wie beim Pixel 9 Pro Fold. Zudem ist das Gerät erstmals nach IP68 gegen Wasser und Staub geschützt – ein Novum bei Foldables.

Das Super-Actua-Flex-Display misst innen 8 Zoll, außen 6,4 Zoll – beide mit 3.000 cd/m² Helligkeit. Durch schmalere Ränder wirkt das Außendisplay größer als beim Vorgänger. Zwei stoßdämpfende Folien und ultradünnes Glas sollen Stürze besser abfangen.

Mit dem bisher größten Akku in einem Google-Foldable verspricht der Hersteller über 30 Stunden Laufzeit. Geladen wird wahlweise per Kabel (50 Prozent in 30 Minuten) oder drahtlos über Qi2 mit der neuen Pixelsnap-Technik.

Auch die Kamera legt zu: Eine 48-MP-Hauptkamera ist Teil eines Dreifachsystems mit Makrofokus, Super-Resolution-Zoom bis 20-fach und speziellen Selfie-Optionen. Neu ist zudem „Sofortansicht“, bei der nach dem Aufklappen direkt eine Bildvorschau angezeigt wird.

Für Multitasking bietet das Fold den Splitscreen-Modus mit Drag-and-drop zwischen Apps. Das Gerät kommt am 9. Oktober in den Handel und startet in Deutschland bei 1.899 Euro für die 256-GB-Version, gefolgt von 2.029 Euro für 512 GB und 2.289 Euro für 1 TB. Damit bewegt es sich preislich auf dem Niveau des Pixel 9 Pro Fold, bietet aber deutlich robustere Hardware und längere Laufzeiten.

Pixel Watch 4: größtes Update seit Start der Serie

Mit der Pixel Watch 4 bringt Google sein bisher umfangreichstes Smartwatch-Update. Die Uhr erhält ein neu gestaltetes Gehäuse, bleibt aber in der bekannten runden Form. Auffällig ist das Actua-360-Display, das gewölbt ist, 10 Prozent mehr aktiven Bereich bietet und mit 3.000 cd/m² deutlich heller leuchtet als zuvor.

Neu ist die direkte Gemini-Integration: Ein Anheben des Handgelenks genügt, um den KI-Assistenten zu starten. Die Watch ist zudem die erste Smartwatch, die laut Google einen Pulsverlust erkennen kann.

Technisch setzt sie auf die Snapdragon W5 Gen 2-Plattform kombiniert mit einem ML-Coprocessor. Das soll 25 Prozent mehr Leistung bei halbem Energiebedarf bringen. Ein austauschbarer Akku und ein reparierbares Display machen die Uhr erstmals wartungsfreundlicher.

Die Akkulaufzeit beträgt 30 Stunden (41 mm) bzw. 40 Stunden (45 mm), im Energiesparmodus bis zu drei Tage. Mit dem Schnellladedock sind 50 Prozent Ladung in 15 Minuten möglich.

Im Bereich Gesundheit gibt es genaueres Schlaftracking, einen neuen Hauttemperatursensor, präziseres Zweifrequenz-GPS und zusätzliche Sportmodi. Auch automatisches Workout-Erkennen gehört nun dazu.

Die Preise bleiben stabil: ab 399 Euro (41 mm WLAN) bis 549 Euro (45 mm LTE). Verkaufsstart ist ebenfalls der 9. Oktober.

Pixel Buds 2a: günstiger Einstieg mit ANC

Neu vorgestellt wurden auch die Pixel Buds 2a, die erste A-Serie mit aktiver Geräuschunterdrückung. Herzstück ist der speziell für Audio entwickelte Tensor A1-Chip, der ANC mit „Silent Seal 1.5“ ermöglicht.

Die Buds sind kleiner und leichter als bisher, IP54-geschützt und mit vier Ohrpassstücken individuell anpassbar. Zwei Farben stehen zur Auswahl: Iris und Hazel.

Die Akkulaufzeit liegt bei bis zu sieben Stunden mit ANC, ohne sogar doppelt so lang wie bei den Vorgängern. Mit Ladecase sind bis zu 20 Stunden drin. Der Akku des Cases ist austauschbar, Software-Updates sollen die Lebensdauer verlängern.

Auch hier zieht Gemini ein: Per Sprachbefehl lassen sich Nachrichten zusammenfassen oder Infos abfragen, ohne das Smartphone zu nutzen. Funktionen wie Audiowechsel und Schnelles Pairing sorgen für einfache Nutzung im Pixel-Ökosystem.

Die Buds 2a starten bei 149 Euro und sind ab dem 9. Oktober erhältlich.

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