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HDE erwartet Umsatzminus an Black Friday

Trotz hoher Beteiligung der Verbraucher rechnet der Handelsverband Deutschland 2025 mit einem leichten Umsatzminus. Gründe sind die schwache Konsumstimmung und ein verändertes Kaufverhalten.
© (Quelle: shutterstock / leolintang)

Der Handelsverband Deutschland (HDE) geht für Black Friday und Cyber Monday 2025 von einem Umsatzvolumen von rund 5,8 Milliarden Euro aus. Damit liegen die erwarteten Einnahmen knapp zwei Prozent unter dem Vorjahreswert – und damit erstmals seit Beginn der Erhebung im Jahr 2016 im Minus. Laut HDE ist die anhaltend verhaltene Konsumstimmung der zentrale Grund dafür, dass die Dynamik der Vorjahre vorerst ausbleibt.

Die im Auftrag des Verbands durchgeführte Umfrage des IFH Köln zeigt zugleich: Die Aktionstage bleiben für viele Menschen attraktiv. 48 Prozent der Befragten planen einen Einkauf zum Black Friday, mehr als ein Drittel am Cyber Monday. Die Nutzung liegt damit höher als 2024, was die Diskrepanz zwischen Kaufbereitschaft und Budget verdeutlicht. Die Umfrage weist außerdem darauf hin, dass ein größerer Anteil der Käufe nicht aus spontanen Zusatzanschaffungen besteht, sondern der notwendigen Versorgung dient.

Wandel im Konsumverhalten

HDE-Vizehauptgeschäftsführer Stephan Tromp ordnet die Entwicklung klar ein: Die Aktionstage bleiben beliebt, doch Verbraucherinnen und Verbraucher agieren vorsichtiger und priorisieren notwendige Anschaffungen. Der seit Jahren zu beobachtende Trend steigender Ausgaben hat sich bereits 2023 abgeschwächt und erreichte 2024 erstmals kein neues Hoch. 2025 setzt sich diese Entwicklung fort. Der Verband spricht von einer Normalisierung auf hohem Niveau – mit erstmals leicht rückläufiger Tendenz.

Für den Handel bedeutet das: Auch wenn Rabattaktionen weiterhin funktionieren, steigen Preissensibilität und Vergleichsverhalten. Im Non-Food-Bereich, insbesondere bei technischen Konsumgütern, beobachten Händler bereits seit Monaten einen stärkeren Fokus auf Basisgeräte und Ersatzkäufe statt Impulskäufen.

Bedeutung für TK-Handel und E-Commerce

Gerade im Telekommunikationsmarkt gehören Smartphones, Wearables, Kopfhörer, Router und Smart-Home-Produkte traditionell zu den umsatzstarken Kategorien der Black-Friday-Woche. Die aktuellen HDE-Ergebnisse lassen darauf schließen, dass die Nachfrage hoch bleibt, aber stärker auf konkrete, geplante Anschaffungen ausgerichtet ist. Für Händler mit Online-Shops dürfte sich die Bedeutung der Aktionstage dennoch bestätigen: Die Umfrage basiert auf mehr als 1.000 Online-Shoppern und zeigt, dass die digitalen Kanäle weiter dominieren.

Bemerkenswert ist zudem der konstante Anteil der Weihnachtseinkäufe: Rund 1,6 Milliarden Euro der Ausgaben in der Black-Friday/Cyber-Monday-Woche entfallen laut HDE erneut auf Geschenke. 54 Prozent der Befragten nutzen den Black Friday für Weihnachtseinkäufe, 42 Prozent den Cyber Monday. Damit bleibt die Rabattphase ein wichtiger Bestandteil des frühen Weihnachtsgeschäfts.

Erste negative Entwicklung seit Erhebungsbeginn

Seit der erstmaligen Messung 2016 sind die Umsätze der beiden Aktionstage kontinuierlich gewachsen, teilweise sogar um zweistellige Prozentwerte pro Jahr. 2023 flachte das Wachstum ab, 2024 stagnierte es – und 2025 folgt nun der erste Rückgang. Für die Branche ist das ein Indikator dafür, dass sich die Rabattlandschaft weiter ausdifferenziert und hohe Preisnachlässe allein nicht mehr ausreichen, um stärkere Kaufimpulse auszulösen.

Der Black Friday 2025 fällt auf den 28. November, der Cyber Monday auf den 1. Dezember. Die Daten basieren auf einer Online-Umfrage des IFH Köln unter über 1.000 Online-Shoppern im Oktober 2025.

Entwicklung der Aktionsausgaben an Black Friday und Cyber Monday seit 2016: Erstmals prognostiziert die IFH-Analyse für 2025 einen leichten Rückgang

© Quelle: HDE

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