Honor: Neues Logo und der Wandel zum KI-Ökosystem-Anbieter
Honor kennen die meisten Menschen als chinesischen Hersteller von Smartphones und einiger Zusatzprodukte wie Kopfhörer oder Smartwatches. Doch die ehemalige Huawei-Tochter will mehr und hat im Rahmen der Präsentation des neuen Markenlogos das Ziel bekannt gegeben, zu einem weltweit führenden Anbieter eines offenen KI-Geräte-Ökosystems zu werden.
Hinter der Transformation soll eine tiefgreifende strategische Neuausrichtung stehen. Diese soll das neue Markenlogo auch aus visueller Perspektive begleiten. Dazu passt auch der offizielle Markenslogan "Dare to be", was sich ungefähr mit "Wage es" übersetzen lässt. Honor will mit dem Image eines reinen Spezifikations-Herstellers brechen und sich aktiv in der Lebenswelt der jüngeren Generation positionieren. Mittel dazu sind Kooperationen mit globalen Top-Events, das Vordringen in extreme Leistungsbereiche und Partnerschaften mit bekannten Design-Labels.
Folgende Themen sieht der Hersteller im Kern seiner Tätigkeit:
Pionierarbeit im Bereich Robotik und Hardware: Mit der Einführung des „Robot Phone“, das einen KI-gesteuerten Kameraarm hat, begründet Honor eine neue Gerätekategorie. Dieses Produkt soll demnächst in China in den Verkauf gehen. Zudem hat das Unternehmen einen humanoiden Roboter, der erfolgreich einen Halbmarathon absolvierte, entwickelt.
Systemweite KI und Software-Innovation: Der Übergang von On-Device-KI zu einer systemübergreifenden Synergie wird durch den Generationswechsel hin zu „Agentic OS“ – einem KI-gesteuerten Betriebssystem – vollzogen.
Durchbrüche in der mobilen Fotografie: Mit „AiMAGE“ hat Honor das branchenweit erste kooperative Rechensystem für Fotografie via Cloud und Endgerät etabliert. Eine Partnerschaft mit ARRI soll das Robot Phone voranbringen.
Plattform-Offenheit: Honor fokussiert sich auf den Aufbau eines offenen, kollaborativen und gemeinsam genutzten KI-Ökosystems, das über einzelne Hardware-Kategorien hinausreicht.
Starke Marktperformance: Die Neuausrichtung spiegelt sich in den Geschäftszahlen wider. Im ersten Quartal 2026 verzeichnete der Hersteller ein entgegen dem Markttrend verlaufendes Wachstum von 25 % und war damit die einzige chinesische Marke mit positivem Wachstum. Das Auslandsgeschäft steuert mittlerweile mehr als die Hälfte des Gesamtumsatzes bei.