Smartphonemarkt bleibt entgegen den Erwartungen stabil
Die Marktforscher von Omdia haben erste Zahlen zu den weltweiten Smartphone-Verkäufen im ersten Quartal des Jahres 2026 veröffentlicht. Demnach wurden gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum ein Prozent mehr Geräte verkauft, obwohl viele Marktbeobachter aufgrund der schwierigen Bedingungen mit einem Rückgang gerechnet haben.
Allerdings erwarten die Analysten von Omdia, dass sich die stark gestiegenen Preise für Komponenten wie Speicherchips und die zunehmenden Störungen in den globalen Lieferketten in den kommenden Monaten negativ auf den Absatz auswirken werden. Noch hätten die meisten Hersteller die deutlich höheren Produktionskosten ihrer Smartphones nicht an die Endkunden weitergegeben.
Der Omdia-Analyst Runar Bjorhovde rechnet für dieses Jahr sogar mit einem Rückgang des Marktes um bis zu 15 Prozent: "Schon bald werden die höheren Preise einen Schock bei der Nachfrage auslösen, da die Verbraucher Käufe aufschieben werden. Gleichzeitig werden die Unsicherheiten bei Preisen und der Verfügbarkeit einige Player im Channel dazu bringen, ihre Lagerbestände erst einmal aufzustocken. Doch das bedeutet nur einen Aufschub für die Hersteller, bei denen der Druck im Laufe des Jahres deutlich zunehmen wird.“
Wechsel an der Spitze
Im ersten Quartal konnte Samsung Apple wieder die im Weihnachtsquartal eroberte Führungsposition abnehmen und den Marktanteil im Jahresvergleich von 20 auf 22 Prozent steigern, was unter anderem an um zehn Prozent höheren Vorbestellungen für die Galaxy S26-Serie gegenüber ihrem Vorgänger lag. Der Konkurrent Apple legte beim Marktanteil dank guter Verkäufe der iPhone-17-Serie von 19 auf 20 Prozent zu.
Die chinesischen Verfolger des Duos an der Spitze kämpfen gemäß den Marktforschern allerdings vor allem im Einsteigersegment und er Mittelklasse mit den höheren Komponentenkosten, die ihre Margen drücken. Das gilt für den Dritten, Xiaomi, dessen Marktanteil von 14 auf 11 Prozent schrumpfte und auch für Oppo und Vivo auf den weiteren Plätzen. Hinter diesen Top Five gab es aber auch Gewinner wie Huawei dank starker Verkäufe auf dem Heimatmarkt China und Honor, wo die internationale Expansion zunehmend Erfolge bringt.