Telekom: Mobilfunk läuft, Festnetz verliert
Quartalszahlen
Tatsächlich stieg die Zahl der FTTH-Kunden (Fiber to the Home) im zweiten Quartal um 137.000. Insgesamt erreicht die Telekom in Deutschland nun 11,1 Millionen Haushalte mit Glasfaseranschlüssen. Damit baut das Unternehmen nach eigenen Angaben mehr als alle Wettbewerber zusammen. Der Konzern verfolgt das Ziel, die jährliche Ausbauquote bis 2027 auf eine Million Anschlüsse zu verdoppeln.
Höttges kritisierte jedoch auch die Rahmenbedingungen für den Glasfaserausbau in Deutschland. „Ganz konkret drückt der Schuh beim Verlegen der Glasfaser bis in die Wohnungen in Mehrfamilienhäusern“, sagte er. Die Politik müsse hier für schnellere Genehmigungen und weniger Bürokratie sorgen. Auch die Investitionsbereitschaft vieler Wettbewerber lasse nach: „Kaum jemand verdient seine Kapitalkosten. Der Markt verliert an Wertschöpfung, der Profitpool wird immer geringer.“
Im TV-Geschäft verbuchte die Telekom im zweiten Quartal ein Plus von 23.000 Kunden in Deutschland. Der Zuwachs fiel allerdings geringer aus als im Vorjahr, da 2024 ein Sondereffekt durch die Fußball-Europameisterschaft das Geschäft beflügelt hatte. Zusätzlich kamen im OTT-Bereich – also Kunden, die unabhängig von ihrem Internetanbieter das TV-Angebot der Telekom nutzen – rund 80.000 Nutzer hinzu.
Mit Blick auf die mittelfristige Entwicklung sieht sich die Telekom dennoch gut aufgestellt. Die strategischen Investitionen in Infrastruktur, neue Geschäftsmodelle und KI-Technologien sollen den Konzern langfristig absichern. Der Vorstand bleibt trotz konjunktureller Unsicherheiten bei seinem Kurs. Höttges: „Unsere Strategie arbeitet. Unser Schwungrad dreht sich immer weiter.“