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Telekom: Mobilfunk läuft, Festnetz verliert

Die Deutsche Telekom hat im zweiten Quartal 2025 auf dem Heimatmarkt bei den mobilen Service-Umsätzen zugelegt und auch im Glasfasergeschäft weiter ausgebaut. Im klassischen Breitbandgeschäft spürt der Konzern jedoch zunehmend den Wettbewerbsdruck.

Tim Höttges (rechts) und Finanzvorstand Christian Illek präsentierten in Bonn die Zahlen zum zweiten Quartal. Die Telekom hob dabei erneut ihre Jahresprognose an

© (Quelle: Telekom)
Die Deutsche Telekom bleibt in Deutschland marktführend im Mobilfunk, bekommt im Festnetzsegment jedoch die hohe Wettbewerbsintensität zu spüren. Während die Service-Umsätze im Mobilfunk mit einem organischen Plus von 1,9 Prozent aufwärts tendierten und auch die Zahl der Vertragskunden leicht zunahm, verlor der Konzern im Breitbandgeschäft an Boden. So sank die Zahl der Breitbandanschlüsse im zweiten Quartal 2025 um 20.000, bei den klassischen Teilnehmeranschlussleitungen (TAL) sogar um 92.000.
Der Gesamtumsatz im Deutschland-Segment ging leicht zurück, und zwar um 1,3 Prozent auf 6,3 Milliarden Euro – vor allem wegen rückläufiger Erlöse aus dem Verkauf mobiler Endgeräte. Dieses Minus überlagerte die Zuwächse bei den Service-Umsätzen, die organisch um 1,1 Prozent zulegten.
Das bereinigte EBITDA AL wuchs im selben Zeitraum um 2,0 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro.Der Zuwachs im Mobilfunk lag mit netto 185.000 neuen Vertragskunden unter dem Niveau der Vorquartale. Grund war laut Telekom vor allem der Verlust eines Großkunden an einen Wettbewerber. Impulse brachte die Einführung neuer Unlimited-Tarife im April. Konzernchef Tim Höttges sagte bei der Präsentation der Quartalszahlen: „Unsere Kundenzahlen entwickeln sich weiterhin erfolgreich. Wir wachsen im Glasfasergeschäft in Deutschland, und wir wachsen dynamisch.“

Tatsächlich stieg die Zahl der FTTH-Kunden (Fiber to the Home) im zweiten Quartal um 137.000. Insgesamt erreicht die Telekom in Deutschland nun 11,1 Millionen Haushalte mit Glasfaseranschlüssen. Damit baut das Unternehmen nach eigenen Angaben mehr als alle Wettbewerber zusammen. Der Konzern verfolgt das Ziel, die jährliche Ausbauquote bis 2027 auf eine Million Anschlüsse zu verdoppeln.

Höttges kritisierte jedoch auch die Rahmenbedingungen für den Glasfaserausbau in Deutschland. „Ganz konkret drückt der Schuh beim Verlegen der Glasfaser bis in die Wohnungen in Mehrfamilienhäusern“, sagte er. Die Politik müsse hier für schnellere Genehmigungen und weniger Bürokratie sorgen. Auch die Investitionsbereitschaft vieler Wettbewerber lasse nach: „Kaum jemand verdient seine Kapitalkosten. Der Markt verliert an Wertschöpfung, der Profitpool wird immer geringer.“

Im TV-Geschäft verbuchte die Telekom im zweiten Quartal ein Plus von 23.000 Kunden in Deutschland. Der Zuwachs fiel allerdings geringer aus als im Vorjahr, da 2024 ein Sondereffekt durch die Fußball-Europameisterschaft das Geschäft beflügelt hatte. Zusätzlich kamen im OTT-Bereich – also Kunden, die unabhängig von ihrem Internetanbieter das TV-Angebot der Telekom nutzen – rund 80.000 Nutzer hinzu.

Mit Blick auf die mittelfristige Entwicklung sieht sich die Telekom dennoch gut aufgestellt. Die strategischen Investitionen in Infrastruktur, neue Geschäftsmodelle und KI-Technologien sollen den Konzern langfristig absichern. Der Vorstand bleibt trotz konjunktureller Unsicherheiten bei seinem Kurs. Höttges: „Unsere Strategie arbeitet. Unser Schwungrad dreht sich immer weiter.“

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