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Telekom setzt sich ambitionierte Ausbauziele für ihre Netze

Auf ihrem Netzetag 2026 hat die Deutsche Telekom in Berlin ihre umfangreichen Ausbauziele sowohl für das Glasfasernetz als auch den Mobilfunk vorgestellt.

Das Trio vom Netzetag 2026 (von links): CTO Alexander Jenbar; Rodrigo Diehl, Vorstand Telekom Deutschland und Abdu Mudesir, Vorstand Product and Technology

© (Quelle: Deutsche Telekom)

Der Netzetag in Berlin ist traditionsgemäß das Event, auf dem die Deutsche Telekom ihre Ausbauziele für das gerade begonnene Jahr der Öffentlichkeit präsentiert. Erste Priorität soll 2026 dabei die Glasfaser haben: "Wir haben ein Rekordergebnis beim Ausbau erreicht. Noch wichtiger ist für uns aber, dass jetzt mehr Kunden als je zuvor Glasfaser buchen", sagt Rodrigo Diehl, Vorstand für das Deutschlandgeschäft der Telekom.

Das Unternehmen steckt in den kommenden drei Jahren weitere 800 Millionen Euro in den Glasfaserausbau - zusätzlich zu den bestehenden Investitionen. Insgesamt werden 30 Milliarden Euro bis 2030 investiert. Das Ausbauziel für 2026: Zweieinhalb Millionen neue Haushalte und Unternehmen sollen die Möglichkeit bekommen, Glasfaser zu buchen. Im vergangenen Jahr hat die Telekom nach eigenen Angaben so viel gebaut wie noch nie. Mit den Baumaßnahmen aus den letzten Tagen kommt das Unternehmen auf 2,7 Millionen neue Haushalte und Unternehmen, für die ein Glasfaseranschluss möglich ist. Insgesamt können jetzt 12,6 Millionen Haushalte Glasfaser buchen. Die Telekom schafft aktuell etwa sieben neue Glasfaseranschlüsse pro Minute.

Insgesamt haben sich im vergangenen Jahr 584.000 neue Haushalte und Unternehmen für Glasfaser entschieden. Das ist fast ein Viertel mehr als 2024. Ziel für 2026 ist es, dass diese Zahl noch einmal deutlich ansteigt.  2027 soll der Zuwachs eine Million neue Kunden betragen.

Helfen soll dabei ein neues Vertriebsmodell mit der Beratung an der Haustür (mehr dazu lesen Sie hier). Neue Technik soll dazu beitragen, Glasfaser unkomplizierter anzuschließen. Mit neuen "Klebekabeln" ist das Verlegen im Haus deutlich einfacher, schneller und preiswerter. Und auch das aufwändige "Spleißen", bei dem zwei Glasfasern sehr präzise per Hand verbunden werden, kann zukünftig durch einfaches Stecken abgelöst werden. Ziel ist es, den Anschluss so schnell wie möglich betriebsbereit zu bekommen.

Ausbau auch im Mobilfunk

Die Telekom erklärte auch ihre Strategie im Mobilfunk: Mehr als 99 Prozent der Menschen in Deutschland sind demnach bereits mit 5G versorgt, jetzt geht es um die Versorgung der Fläche. Schon jetzt hat die Telekom nach eigenen Angaben bundesweit die mit Abstand größte 5G-Flächenabdeckung mit annähernd 90 Prozent. In den nächsten vier Jahren will das Unternehmen diese um weitere vier Prozent steigern, was 16.000 Quadratkilometer Fläche entspricht. Mit LTE deckt die Telekom mehr als 92 Prozent der Fläche ab, Sprache ist zu 99 Prozent verfügbar.

Im vergangenen Jahr hat die Telekom 1.000 neue Standorte in Betrieb genommen. Durch die permanente Modernisierung von bestehenden Standorten und fortlaufende Optimierung der Antennen soll die Netzleistung verdoppelt werden. Wichtig dafür ist auch, dass die Standorte eine starke Anbindung ans Festnetz haben: 90 Prozent aller Standorte sind bereits mit mindestens 1 GBit/s angebunden.

Zu den wichtigen Bausteinen innovativer Mobilfunknetze zählt die Telekom auch den Einsatz von eigener, offener Software und von Open RAN, mit dem sich Komponenten verschiedener Anbieter kombinieren lassen. Dies erhöht die Unabhängigkeit von einzelnen Lieferanten und fördert Anbietervielfalt sowie Innovationen in einzelnen RAN-Bereichen. Derzeit entwickelt die Telekom ein eigenes, herstellerunabhängiges RAN Management. Dieses soll die Steuerungssoftware anderer Hersteller für das Management der Antennen ersetzen. Der Konzern hat aktuell bereits über 3.000 ORAN-Antennen an über 1.000 Standorten im kommerziellen Betrieb. 

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