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US-Zölle verteuern Smartphones und andere Hardware

Die neuen Zölle, die bei Importen in die USA fällig werden, treffen die Hardware-Hersteller besonders hart. Nicht nur für US-Kunden dürften Produkte wie Smartphones deutlich teurer werden.
© (Quelle: Lightspring / Shutterstock)

Für viele Branchen waren die Zölle, die US-Präsident Trump jetzt ankündigte, ein Schock: Unter anderem werden 20 Prozent auf Importe aus der EU aufgeschlagen. Damit verteuern sich nicht nur importierte Produkte auf dem US-Markt, sondern auch viele dort hergestellte, da die Zölle auch für Komponenten aus dem Ausland gelten.

Neben der Automobilbranche werden besonders die Elektronik- und ITK-Hersteller hart getroffen: So baut Apple seine iPhones in China (34 Prozent Zoll) oder Indien (26 Prozent Zoll) zusammen, andere Artikel wie Ladegeräte in Vietnam (46 Prozent Zoll). Selbst wenn das US-Unternehmen die Produktion in die Heimat zurückverlagern würde, müssten die nötigen Chipsets aus Taiwan (32 Prozent Zoll) und andere Teile aus Südkorea (25 Prozent) importiert werden. Ähnliches dürfte für die Pixel-Smartphones des US-Tech-Riesen Google gelten, die ebenfalls in Asien gebaut werden.

Leiden werden die Verbraucher, denn die Hersteller werden diese Kosten an sie weitergeben müssen. Bei Smartphones dürfte das einfach umzusetzen sein, denn es gibt keine Alternativen aus den USA. Die vom US-Präsidenten gewünschte Stärkung der heimischen Industrie ist bei diesen Produkten unmöglich, da es schon lange keine lokale Produktion mit lokalen Komponenten mehr gibt. Apple-Chef Tim Cook hatte hier in der Vergangenheit immer wieder fehlende Fachkräfte und zu hohe Kosten angeführt.

Doch auch deutsche Endkunden könnten Preiserhöhungen treffen, etwa wenn ein Hersteller wie Apple versucht, die nötigen Preiserhöhungen auf dem US-Markt dadurch zu verringern, indem global die Preise angehoben werden – zum Beispiel 15 Prozent für alle statt 34 Prozent nur für die USA. Möglich ist auch, dass die EU wie in der Vergangenheit ihrerseits mit Zöllen auf US-Importe reagiert. Diese könnten auch die US-Tech-Riesen wie Apple, Google oder Microsoft treffen.

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