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Also: Das Potenzial liegt in der Cloud

Also sieht sich immer mehr als Technologie-Provider und will vor allem das Plattform-Geschäft weiter ausbauen. Wie das gehen soll, zeigte der Broadliner auf der diesjährigen Hausmesse CTV.

Also-CEO Wolfgang Krainz

© (Quelle: Also)

Mit über 100 Herstellern und mehr als 1.000 Besuchern war die diesjährige Also Channel Trends+Visions (CTV) laut dem Broadliner ein voller Erfolg. Der CEO Wolfgang Krainz betonte, dass die 17. Ausgabe noch größer als im letzten Jahr war. Er eröffnete die Veranstaltung ohne seinen Vorgänger Gustavo Möller-Hergt, der sich nun auf seine Aufgaben als Chef des Verwaltungsrates konzentriert. 

Er sei seit gut einem Jahr im Amt, so Krainz. Drei Ereignisse wolle er aus dieser Zeit besonders hervorheben: Dazu gehöre zum Beispiel das Jubiläum im vergangenen Jahr. 1984 gegründet, feierte der Broadliner 2024 seinen 40. Geburtstag. Ein Meilenstein waren die Akquisitionen in den vergangenen Monaten, vor allem die Übernahme von Westcoast in UK, Irland und Frankreich. Zusätzlich wurde die Länderabdeckung massiv vorangetrieben, unter anderem akquirierte der IT-Distributor mehrere Unternehmen in Osteuropa, darunter in Tschechien und der Slowakei. Dadurch konnte Also weitere Herstellerpartner gewinnen sowie Lösungs- und Dienstleistungskompetenzen ausbauen.

Zusätzlich stieg der Distributor mit der Also Cloud in den US-Markt ein. Zudem wurde das eigene Ökosystem ausgebaut, vor allem in den Bereichen Kunstliche Intelligenz, Cybersicherheit sowie neue Produkte und Themen. Auf der CTV stellte Also beispielsweise seine Kooperation mit Nfon vor.

Im Geschäftsjahr 2024 steigerte Also den Cloud-Umsatz auf über 1,1 Milliarden Euro, nicht eingerechnet ist dabei der Umsatz von Westcoast. Die Übernahme wurde im Februar abgeschlossen, nachdem die EU-Kommission dem Mega-Deal zugestimmt hatte. Das Plattformgeschäft trägt heute mehr als zehn Prozent zum Konzernumsatz bei, und über 100 Anbieter verkaufen über den Cloud-Marketplace. „Software as a Service hat in den letzten Jahren viel Rückenwind bekommen“, so Krainz. Im Geschäftsjahr 2023 lag dieser Wert noch bei 866 Millionen Euro.

Es geht Also jetzt vor allem darum, den Umsatz pro User zu steigern. Microsoft 365 bringt pro Nutzer jährlich 120 Euro, doch dies sei nur der Anfang. Jetzt komme es darauf an, „was können wir noch draufsatteln“, so Krainz, beispielsweise Cybersecurity-as-a-Service. Ein weiterer Vorteil für Reseller: „So ein Abonnent wechselt seltener den Anbieter als einer, der nur ein Notebook kauft.“ Also baut deshalb das Plattformgeschäft weiter aus.

Neue Security-Produkte des Partnerunternehmens CYE, wie die „HYVER“-Plattform, ermöglichen es SMB-Vertriebspartnern, die aktuelle Cyber-Risikosituation und Abhilfemaßnahmen zu managen. Hardware bleibt aber dennoch wichtig. Mit mehr als 11 Milliarden Euro Umsatz und einer großen Produktpalette sieht sich Also weiterhin als Broadliner, auch wenn man sich zunehmend als Technology Provider versteht. 

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