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Größter Umsatzeinbruch im Einzelhandel seit 2022

Der Iran-Krieg und die steigende Inflation verunsichern die deutschen Verbraucher. Der Einzelhandel bekam die allgemeine Kaufzurückhaltung im März laut dem statistischen Bundesamt deutlich zu spüren.
leere Einkaufsstraße
© ChatGPT

Der deutsche Einzelhandel hat laut aktuellen Zahlen des statistischen Bundesamtes (Destatis) im März den stärksten Umsatzrückgang seit Oktober 2022 erlitten.  Die Einnahmen fielen um 1,5 Prozent geringer aus als im Vormonat. Inflationsbereinigt (real) gab es sogar einen Rückgang von 2,0 Prozent – dies war bereits das dritte Minus in Folge. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten hier lediglich mit einem kleinen Minus von 0,1 Prozent gerechnet. Auch im Vergleich zum Vorjahresmonat sanken die realen Einzelhandelsumsätze um 2,0 Prozent.

Experten erklären das vor allem der gestiegenen Inflation durch höhere Energiepreise, die vor allem durch den Iran-Krieg bedingt sind. Die Verbraucher würden die Ausgaben für Kraftstoff an anderer Stelle einsparen – und das sind leider oft Einkäufe im Einzelhandel. Laut Destatis gingen die Umsätze gegenüber dem Vormonat kalender- und saisonbereinigt real im Lebensmitteleinzelhandel um 2,7 Prozent zurück. Bei Nicht-Lebensmitteln waren es 1,0 Prozent, wobei das Geschäft mit Bekleidung überdurchschnittliche Einbrüche hatte. Insgesamt traf es den stationären Handel deutlich härter, denn im Internet- und Versandhandel stiegen die Umsätze sogar um 3,0 Prozent. 

Der Iran-Krieg und die Angst vor steigenden Preisen trüben die Verbraucherstimmung in Deutschland wohl weiter: Das Barometer für das Konsumklima für Mai sinkt um 5,2 auf minus 33,3 Punkte und damit auf den tiefsten Stand seit Februar 2023, wie die Marktforscher vom Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM) ermittelten.

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