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Lesedauer 6 Min.

Der schwierige Weg raus aus der Ethno-Nische

Lange galt Lebara als ­Anbieter für günstige Auslandstelefonie. Managing Director Katja Schumacher erklärt, warum das Unternehmen dieses Image hinter sich lassen will.
Katja Schumacher

Katja Schumacher ist seit Oktober 2023 Managing Director Germany bei Lebara. Zuvor war sie 19 Jahre für die Metro AG tätig

© Lebara

Wer an Lebara denkt, denkt an Prepaid-Karten aus dem Kiosk und günstige Auslandsminuten. Genau dieses Bild will Katja Schumacher ändern. Als Managing Director Germany ist sie seit drei Jahren an Bord und hat ­Lebara in Deutschland neu aufgestellt: 5G, ­VoLTE, eSIM – technische Lücken wurden geschlossen, das Team umgebaut, die Vertriebsstruktur verändert. Im Gespräch mit Telecom Handel zieht Schumacher eine Zwischenbilanz.

Frau Schumacher, in unserer jährlichen Leserwahl führen wir Lebara traditionell in der Kategorie ‚Ethno-Anbieter‘. Zuletzt kam prompt der Einwand von Ihrer Seite: ‚Wir sind doch gar kein Ethno-Anbieter mehr.‘ Woran machen Sie fest, dass diese Transformation vorankommt?

Katja Schumacher: Als ich vor drei Jahren anfing, war schnell klar: Online wachsen geht nur mit einem Produkt, das auch jenseits der bisherigen Zielgruppe funktioniert. Im Ethno-Segment signifikant zu wachsen, das war einfach nicht mehr drin. Dieses Problem teilen wir mit allen Ethno-Marken. Also haben wir gesagt: Wir müssen vom Nischenanbieter zum Online-Allrounder werden. Dass das funktionieren kann, sehen wir bei Lebara in Großbritannien, da ist das Online-Produkt bereits sehr stark. Und als ich in den Maschinenraum geschaut habe, fehlte einiges. Wir sind zwar seit 2022 Full MVNO, aber beim Kundenerlebnis hatten wir Lücken. VoLTE, eSIM, 5G – das sind heute Standards. Ohne die zieht einen niemand auch nur in Betracht. Den ersten echten Schub haben wir im Sommer 2024 gespürt, als wir 5G gestartet haben. Ab da kamen Kunden, die uns vorher gar nicht auf dem Schirm hatten.

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