Die Politik wacht auf
Dass schnelles Internet per Glasfaser ein wichtiger Faktor für das Wirtschaftswachstum in Deutschland ist, scheint inzwischen Konsens zu sein. Zudem muss die Gigabit-Infrastrukturverordnung der EU in nationales Recht umgesetzt werden – schließlich strebt die EU-Kommission bis 2035 einen Ausstieg aus DSL an. Doch über den Weg zu einer flächendeckenden Versorgung mit Glasfaser streiten Politik und Unternehmen immer noch. Um hier Klarheit zu schaffen, hat die Bundesnetzagentur (BNetzA) ein Konzeptpapier als Empfehlung an das für ein mögliches Gesetz zuständige Digitalministerium vorgelegt.
Darin wird betont, dass ein verlässliches, regelgebundenes Verfahren für die Kupfer-Glasfaser-Migration dafür besonders wichtig ist. Die Rentabilität von Investitionen der Unternehmen in Glasfaser hänge unmittelbar davon ab, wie lange parallel das Kupfernetz als konkurrierende Infrastruktur betrieben werde. Momentan ist die Take-up-Quote der Endkunden gering: Nur 27 Prozent der Haushalte mit Glasfaseranschluss nutzen ihn auch, ergab die aktuelle Marktanalyse des Bundesverbands Breitbandkommunikation (Breko). Laut der VATM-Marktstudie nutzten Ende 2025 in Deutschland noch 23 Millionen Haushalte einen Internet-Zugang über DSL/VDSL.