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Lesedauer 3 Min.

Die Kultmarke Commodore kehrt mit einem Handy zurück

Mit einem einfachen Klapphandy in einem ungewöhnlichen Design kommt die 80er-Kultmarke Commodore zurück. Das Callback 8020 verzichtet bewusst auf Zugänge zum Web und zu Social Media.
Das Commodore Callback 8020

Das Commodore Callback 8020

© Jolla

Wer in den 80er-Jahren jung war machte seine ersten Computer-Erfahrungen wahrscheinlich auf einem Commodore. Der US-Hersteller errang mit dem jüngst wieder aufgelegten C64 oder dem Amiga 500 Kultstatus, erlebte aber dann einen Niedergang durch den Siegeszug der Windows-PCs. Jetzt ist die Marke zurück und das mit einem Handy als zweitem Produkt.

Das Callback 8020 ist bewusst einfach als "detox phone" gehalten und verzichtet auf 5G, einen Web-Browser, den Zugang zu Social Media und E-Mail - nur WhatsApp ist vorinstalliert. So soll es etwa als Zweitgerät, mit dem man erreichbar ist, zum Einsatz kommen. "Das Commodore Callback wurde als Gegengift für die Schäden, die uns die moderne "always-on-Kultur" zugefügt hat, designt. Und dieses Gegengift endet nicht mit unserem Bekenntnis, Social Media und Browser auf dem Systemlevel zu blockieren," sagt Peri Fractic, President & CEO von Commodore. 

Als Betriebssystem verwendet es das Linux-basierte Sailfish OS des finnischen Anbieters Jolla das laut Commodore gewählt wurde, weil es für Datensicherheit und Unabhängigkeit von den Tech-Riesen stehe. Trotzdem soll es mit dem Großteil der Android-Apps kompatibel sein, zudem verfügt es über einen Touchscreen, der aber standardmäßig deaktiviert sein soll.

Die Optik orientiert sich an den Klapphandys der Frühen Nullerjahre, die Brauntöne erinnern an den C64. Auffällig sind die fünf LEDs in den Regenbogenfarben von Commodore, die eingehende Nachrichten anzeigen. Auch der wechselbare Akku und die Schalen sowie der 3,5-mm-Klinkenstecker und der MicroSD-Slot passen zum Retro-Thema. Immerhin gibt es eine moderne 48-Megapixel-Kamera von Sony mit Blitz und Soundchips von ESS und Cirrus Logic. Weitere Features sind ein 3,3-Zoll-Innendisplay und ein 1,8-Zoll-Display auf der Klappe.

Vorbestellungen über die Website sollen ab dem 30. Juni möglich sein, für ist Auslieferung wird etwas vage "der Winter" angestrebt. Der UVP liegt für die Variante in Beige oder Silber bei 472,70 Euro ohne Steuern. Weitere Editionen mit anderem Design gibt es ebenfalls.

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