Kooperation mit Samsung 16.03.2015, 11:32 Uhr

Secusmart macht das Tablet sicher

Die Kooperationspartner Samsung, IBM und Secusmart haben auf der CeBIT ein Tablet mit besonderen Ansprüchen an die Sicherheit vorgestellt. Zielgruppe sind Behörden, aber auch Unternehmen.
Schon zu Jahresbeginn hatten Blackberry und Samsung eine Kooperation angekündigt. Ziel sollte sein, gemeinsam Hard- und Software mit besonderen Sicherheitsfunktionen zu entwickeln. Auf der CeBIT zeigten die Unternehmen nun eine erste Lösung, bei der auch die Blackberry-Tochter Secusmart sowie IBM ins Boot sind: ein Tablet mit besonderen Sicherheitsmerkmalen, das SecuTablet.
Die Hardware kommt von Samsung und ist ein Galaxy Tab S 10.5, das mit Samsungs Security-Lösung für den B2B-Bereich, Knox, ausgestattet ist. Anders als bei vergleichbaren Security-Lösungen ist dabei das Betriebssystem nicht in Container für den privaten oder geschäftlichen Gebrauch unterteilt. Vielmehr werden beim SecuTablet einzelne Apps in einen Container gepackt, im Fachjargon wird dies App-Wrapping genannt. Dabei werden sicherheitsrelevante Apps mit Sicherheitslinien kombiniert und danach dem Nutzer zur Verfügung gestellt. Das App-Wrapping wurde beim SecuTablet von IBM eingebracht, die Verschlüsselung von Secusmart.
Derzeit befindet sich die Lösung im Zulassungsprozess für die Geheimhaltungsstufe VS-NfD (Verschlusssache - nur für den Dienstgebrauch) im Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik. Weiterhin kann das SecuTablet in die SecuSuite vor Blackberry 10 eingebunden werden - einer Enterprise Mobility Lösung, die nun auch mobile Endgeräte mit iOS und eben auch Android unterstützt.
"Der Vorteil für den Anwender liegt vor allem darin, dass er ohne einen Container oder die Bedienoberfläche wechseln zu müssen, zwischen privaten oder geschäftlichen Anwendungen wechseln kann", erklärt Secusmart-Geschäftsführer Hans-Christoph Quelle im Gespräch mit Telecom Handel. 
Den Vertrieb haben sich die Kooperationspartner aufgeteilt: Secusmart wird sich in einem ersten Schritt um den Verkauf der Geräte an Behörden in Deutschland kümmern, IBM übernimmt den Vertrieb an Behörden außerhalb Deutschlands und im Enterprise-Bereich. Überraschenderweise wird Samsung in diesem Bereich nicht aktiv, doch das könnte sich noch ändern. Der Marktstart ist für diesen Sommer vorgesehen.




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