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Lesedauer 3 Min.

Telekom verknüpft erstmals 5G und TETRA

Die Telekom hat auf der PMRExpo in Köln erstmals eine aktive Schnittstelle zwischen 5G-MCx und Tetra demonstriert. Der Schritt zeigt, wie die Modernisierung des BOS-Funks technisch voranschreitet.

Symbolfoto eines Feuerwehreinsatzes: Die Telekom arbeitet daran, Einsatzkräfte über Tetra und 5G-MCx künftig nahtlos miteinander zu vernetzen

© (Quelle: Telekom)

Die Telekom hat auf der PMRExpo 2025 zentrale Erweiterungen ihres T-Mission-Portfolios vorgestellt und erstmals eine funktionierende Verbindung zwischen einem 5G-Smartphone und einem Tetra-Handfunkgerät demonstriert. Die neue Interworking-Funktion soll sicherstellen, dass Einsatzkräfte auch während der kommenden Übergangsphase zwischen schmalbandigem Digitalfunk und breitbandigen Diensten ohne Medienbruch kommunizieren können. Technische Grundlage ist MCx-Technologie von Motorola Solutions.

Die Vorführung knüpft unmittelbar an eine Ankündigung aus dem September an. Damals hatte die Telekom gemeinsam mit Motorola eine priorisierte Übertragung für Behördenkommunikation im Mobilfunknetz präsentiert. Während diese Priorisierung den gesicherten Netzzugang gewährleistet, ermöglicht die nun gezeigte Schnittstelle erstmals die technische Zusammenführung von 5G-basierter Kommunikation und dem bestehenden Tetra-System.

Neue Lagebild- und Sensordatenfunktionen

Neben der Sprachintegration rückte die Telekom die Erweiterung der Lagebildfunktionen in den Fokus. Eine neue Videoregie kann bis zu zehn Live-Streams aus Drohnen, Bodycams oder stationären Kameras bündeln und Einsatzgruppen zielgerichtet zur Verfügung stellen. Die Funktion ist nach Unternehmensangaben bereits in Motorolas MCx-Lösung integriert.

Zusätzlich zeigte die Telekom gemeinsam mit ats Elektronik eine grafische Oberfläche für Sensordaten. Leitstellen können damit Vitalwerte wie Puls oder Körpertemperatur von Einsatzkräften in Echtzeit beobachten und bei Auffälligkeiten eingreifen. Die Telekom beschreibt das Grundprinzip von T Mission so: „Mit der Kombination aus dedizierten Ressourcen im Netz und den Mission Critical Services profitieren Einsatzkräfte nicht nur von umfangreichen Netzkapazitäten, sondern auch von bewährten und bekannten Funktionalitäten.“

Einordnung für den BOS-Funk

Mit den gezeigten Funktionen unterstreicht die Telekom ihren Anspruch, den geplanten Übergang vom Tetra-System zu breitbandigen Diensten technisch zu begleiten. Der Ansatz setzt auf Kontinuität: Tetra bleibt vorerst das zentrale Sprachsystem, wird aber schrittweise durch datenbasierte Anwendungen ergänzt. Die Verbindung beider Welten soll sowohl die Ausfallsicherheit erhöhen als auch neue Einsatzszenarien ermöglichen.

Für Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste bedeutet dies eine mehrjährige Phase parallel betriebener Netze. Die PMRExpo machte deutlich, dass technische Lösungen für diese Doppelarchitektur inzwischen marktnah verfügbar sind – und dass die Telekom ihre Rolle im modernisierten BOS-Funk weiter ausbauen will.

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