02.07.2013, 14:11 Uhr

Agfeo setzt auf Multichannel

Der Hersteller Agfeo kooperiert mit StoreShip und bindet seine stationären Händler auf seiner deutschen Webseite in den Verkaufsprozess ein. Endkunden können so online bestellte Produkte im Shop abholen oder eine Beratung anfordern.
Agfeo möchte Online- und Offline-Handel stärker miteinander verzahnen und kooperiert deshalb mit dem Multichannel-Provider Storeship.
Und so funktioniert das System: B2B-Kunden können ein Produkt auf der Agfeo-Website bestellen und anschließend einen Agfeo-Partner in der Nähe wählen, bei dem sie später beispielsweise das Telefon abholen. Alternativ können sie auch einen Beratungs-Button drücken und so weiterführende Informationen anfordern, die ebenfalls ein Händler in der Nähe liefert. "Die Bestell-Option gilt in erster Linie für einfachere Produkte", erklärt Agfeos Marketingleiter Nico Timm im Gespräch mit Telecom Handel. Der Beratungs-Button wiederum sei ein Instrument zur Leadgenerierung, den StoreShip auf Wunsch von Agfeo zusätzlich programmiert hat.
Um an dem Multichannel-Konzept zu partizipieren, müssen Agfeo-Partner sich anmelden. Teilnehmen können alle zertifizierten Agfeo-Händler, die mindesten drei Sterne in ihrer Qualifizierung oder den Expertenstatus erreicht haben. Laut Timm haben sich bereits 88 Partner für das Projekt angemeldet, insgesamt haben 1.200 Händler die notwendige Qualifizierung. Die Gebühr beträgt 120 Euro pro Jahr.
"Unser Ziel ist, online-affine Kunden in den stationären Shop zu führen", erklärt Timm die Zielsetzung. Und er ergänzt, dass das Multichannel-Projekt eine weitere Maßnahme sei, den stationären Handel zu stärken.
Hintergrund: Vor etwa drei Jahren hatte Agfeo ein selektives Vertriebsmodell eingeführt - nur mehr zertifizierte Fachhändler dürfen die Produkte des Herstellers seither vermarkten. Ziel war, die Vertriebswege stärker zu kontrollieren und Preisdumping im Web zu erschweren.



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