Neuer Investor 06.05.2019, 10:16 Uhr

Beteiligungsgesellschaft Maxburg übernimmt die Mehrheit an Starface

Erst im Herbst 2017 hatten die Starface-Gründer Barbara Mauve und Florian Buzin ihr Unternehmen dem langjährigen Investor, dem Familiy Office hinter dem SAP-Gründer Klaus Tschira, abgekauft. Nun steigt ein neuer Investor beim Hersteller ein.
(Quelle: Starface)
Die Starface-Gründer Barbara Mauve und Florian Buzin haben die Mehrheit ihres Unternehmens an die Münchner Beteiligungsgesellschaft Maxburg verkauft. Über die Höhe der Beteiligung wurde Stillschweigen vereinbart, auch steht noch die kartellrechtliche Genehmigung aus. Die Beteiligung hat keine Auswirkungen auf die Geschäftsleitung, der neben Mauve und Buzin auch Jürgen Signer angehört. Weiterhin hält das Management-Team auch noch Anteile am Unternehmen.
Der Verkauf überrascht, schließlich hatten die Starface-Gründer erst im Herbst 2017 ihr Unternehmen ihrem langjährigen Investor, dem Family Office von SAP-Gründer Klaus Tschira, abgekauft. Damals hatte Buzin im Gespräch mit Telecom Handel noch die Vorteile des Management Buy Outs hervorgehoben: „Der Vorteil dieser Lösung ist, dass wir nun einen viel größeren unternehmerischen Spielraum haben, und deshalb auch flexibler auf Veränderungen am Markt reagieren können. Die Finanzierung mit der Bank sei derzeit auf fünf Jahre angelegt - spätestens dann sind wir schuldenfrei“, betonte Buzin damals. Die Beteiligung von Maxburg hat eine Laufzeit von elf bis 15 Jahren.
Nun hat er seine Strategie geändert: „In der UCC-Branche ist derzeit viel Bewegung“, erklärt Buzin nun im Gespräch mit Telecom Handel. „Die aktuellen Unternehmensverkäufe haben dazu geführt, dass sich der Markt auf immer weniger, immer größere Anbieter konsolidiert“, so Buzin weiter. Deshalb sei es wichtig, schnell eine kritische Größe zu erreichen.
Mit dem neuen Kapital soll deshalb vor allem das Wachstum vorangetrieben werden. Aktuell hat der Hersteller in der DACH-Region laut Buzin einen Anteil von rund 1,5 Prozent – dieser soll sich in den nächsten Jahren auf zehn Prozent erhöhen. 
Starface vermarktet seine Plattform überwiegend indirekt – mit Ausnahme von Starface-up, einer Cloud-PBX für kleine Unternehmen, die online angeboten wird. Ziel ist nun, die Partnerlandschaft von heute gelisteten 1.200 Resellern in den kommenden Jahren zu vervierfachen. Neue Provisionsmodelle und zusätzliche Incentivierungen sollen das Wachstum vorantreiben. Auch möchte der Hersteller Partner nach eigenen Angaben dabei unterstützen, ihr Geschäftsmodell auf Managed Services umzustellen. Die Aufnahme eines weiteren Distributors in der DACH-Region, Starface arbeitet seit einigen Monaten mit Herweck zusammen, ist aktuell aber nicht geplant. 
Darüber hinaus soll mit dem Kapital auch die Europäisierung vorangetrieben werden. Starface ist neben der DACH-Region auch in Frankreich vertreten. Weitere Länder sollen folgen. Sowohl im Heimatmarkt als auch in Frankreich soll zudem das Wachstum auch anorganisch durch Zukäufe, forciert werden.




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