Breitband-Ziele der EU: Deutschland gerät ins Straucheln

Vectoring-Technologie umstritten

Um den Einsatz der "Vectoring"-Technik gab es in Deutschland jahrelang Streit. Vor allem Wettbewerber der Deutschen Telekom forderten, konsequenter auf den Glasfaser-Ausbau zu setzen. Die Bundesnetzagentur gab jedoch grünes Licht für die "Vectoring"-Pläne - weil es bei Verbrauchern und Unternehmen nicht genug Bereitschaft gegeben habe, mehr Geld für die schnelleren Glasfaser-Anschlüsse zu bezahlen.
Europaweit stieg der Anteil der Haushalte mit Zugang zu schnellen Breitbanddiensten über 30 Mbit/S laut Bericht von 48 Prozent im Jahr 2011 auf 80 Prozent 2017. Neben Spitzenreiter Malta haben auch die Benelux-Staaten und Portugal die volle Abdeckung mit schnellem Breitband fast erreicht. Schlusslichter sind dagegen Frankreich und Griechenland mit Versorgungsraten von rund 50 Prozent.
Das von der EU-Kommission gesteckte Ziel, bis 2020 alle Haushalte mit 30 Mbit/S zu versorgen, könnte Deutschland nach derzeitigen Plänen erreichen. Bislang investierte der Bund zwischen 2014-2017 mehr als 4 Milliarden Euro in die Finanzierung der Breitbandprojekte. "Da die deutschen Behörden die Finanzierungslücke nicht analysiert haben, ist jedoch nicht klar, ob diese öffentliche Förderung ausreichen wird, um eine hundertprozentige Versorgung mit 30 Mbit/S zu erreichen", hieß es in dem Bericht.



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