Hohe Dunkelziffer: Gefahren durch Cybercrime steigen

Wer sind die Täter?

Das Täterspektrum reicht vom Einzeltäter bis hin zur international organisierten Tätergruppierung. 22 300 Tatverdächtige wurden im Vorjahr registriert, davon waren rund zwei Drittel Männer. Fast 77 Prozent der Tatverdächtigen von Cyberkriminalitätsdelikten hatte nach Angaben des BKA-Bundeslagebildes im Vorjahr die deutsche Staatsangehörigkeit. Mehr als die Hälfte war zwischen 21 und 39 Jahre alt. Die Aufklärungsquote bei den Fällen lag 2017 bei 40,3 Prozent.

Sind die Kriminellen vor allem im Internet aktiv?

Neben dem offenen wird auch zunehmend das Darknet benutzt. In dem verborgenen Teil des Internets befinden sich Plattformen, auf den vor allem Waffen, Rauschgift und auch Schadsoftware angeboten wird.
Es werden zudem auch kriminelle Dienstleistungen wie Datendiebstahl angeboten. Damit erweitert sich der Kreis auch auf technisch weniger versierte Täter bei der Begehung von Computerstraftaten.

Wie wird auf diesen Plattformen gehandelt?

Die Waren werden wie bei einer herkömmlichen Verkaufsplattform mit Foto, Beschreibung und Kaufpreis platziert. Die meisten Angebote gibt es nach Angaben der BKA-Experten im Darknet für Drogen, weil die Gewinnspannen am größten sind. Angebote gibt es nicht nur für Waffen, sondern sogar auch für Auftragsmorde.

Wird auf diesen Darknet-Plattformen "alles" angeboten?

Nein. Angebote für Kinderpornografie, die sich auch immer mehr im Darknet abspielen, findet sich auf solchen Cybercrime-Plattformen nicht. Die Warenkörbe würden klar getrennt, erklärte ein BKA-Experte. Die Kundenbeziehungen seien meistens von kurzer Dauer.



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