Übernahme 25.07.2017, 14:39 Uhr

Drillisch-Anleger stimmen Akquisition durch United Internet zu

Auf der Hauptversammlung haben die Aktionäre des Mobilfunkanbieters Drillisch mehrheitlich der Übernahme durch den Telecom-Konzern United Internet zugestimmt. Damit steigt der Anteil von United Internet an Drillisch auf 73,11 Prozent.
Drillisch-Chef Vlasios Choulidis
Drillisch-Chef Vlasios Choulidis
(Quelle: Drillisch )
Die Aktionäre des Mobilfunkanbieters Drillisch haben der mehrheitlichen Übernahme durch den Telecom-Konzern United Internet zugestimmt. Auf einer außerordentlichen Hauptversammlung in Frankfurt votierten sie am Dienstag für eine Sachkapitalerhöhung, durch die United Internet die restlichen Anteile der Tochter 1&1 Telecommunication in Drillisch einbringt. Damit steigt der Anteil von United Internet an Drillisch auf 73,11 Prozent, zuvor lag der Anteil bei knapp 31 Prozent.
Die Zustimmung der Anleger zur Kapitalerhöhung fiel mit 97,85 Prozent der vertretenen Stimmen deutlich aus. 75 Prozent waren für ein Gelingen erforderlich. Bei dem Aktionärstreff waren insgesamt 73,8 Prozent des Grundkapitals der Gesellschaft vertreten. Bis Ende des Jahres soll die Transaktion abgeschlossen werden.
Bereits mit einer kleineren Sacheinlage Mitte Mai war United Internet bei Drillisch wie geplant auf über 30 Prozent der Anteile gekommen. United Internet hatte im Rahmen der in mehreren Schritten angelegten Drillisch-Übernahme den Aktionären, die nicht weiter an dem Unternehmen beteiligt sein wollen, zusätzlich ein Barangebot über 50 Euro je Aktie gemacht. Der Drillisch-Aktienkurs liegt derzeit jedoch bei fast 58 Euro, daher waren wie erwartet nur wenige Aktionäre auf das Angebot eingegangen. Das Bundeskartellamt hatte für die Übernahme bereits grünes Licht gegeben.
Drillisch-Chef Vlasios Choulidis hatte bei den Aktionären mit einem aus seiner Sicht günstigen Austauschverhältnis beim Zusammengehen der beiden Unternehmen geworben. Drillisch stelle am künftigen gemeinsamen Unternehmen 28 Prozent der Kunden, 18 Prozent des Umsatzes und 26 Prozent des operativen Ergebnisses (Ebitda). Die Drillisch-Anteile seien gemessen daran in einem künftigen gemeinsamen Unternehmen hoch bewertet.




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